Bauern planen Traktor-Demo am Freitag

Dresden - Nach Berlin, Görlitz oder Zittau steht nun auch der sächsischen Landeshauptstadt eine "Trecker-Demo" bevor. Am Freitag wollen sächsische Landwirte von 5.00 - 12.00 Uhr durch die Stadt rollen.

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Unter dem Motto "Wir bitten zu Tisch" wollen die Bauern den Verkehr ausbremsen und aufklären. Die Aktion wurde von der Initiative "Land schafft Verbindung" ins Leben gerufen und findet zeitgleich mit der Berliner Agrarausstellung "Grüne Woche" statt. Die Landwirte wollen vorrangig über die neue Düngeverordnung und Insektenschutz informieren, da sie sich zuletzt häufig zu Unrecht pauschal verurteilt sahen. Auch das geplante MERCOSUR-Handeslabkommen wird mit der Demo kritisiert. Viele Bauern befürchten, dass durch dieses Abkommen mehr billiges Rindfleisch aus Südamerika auf den heimischen Markt kommt. Schließlich werden im Rahmen der Aktion „SACHSEN blüht auf“ besonders insektenfreundliche Blühmischungen verteilt.

Die Routen der insgesamt vier Konvois verlaufen von Norden gen Süden jeweils über die S170 und von Westen nach Osten über die B6. Der Korso wird über Marien-, Carola- und Albertbrücke fahren und auch am Landwirtschaftsministerium anhalten, das seit kurzem dem Grünen Wolfram Günther unterstellt ist.

Dazu teilt die Stadt Dresden mit:

Aufgrund einer Demonstration der sächsischen Landwirte kommt es am Freitag, 17. Januar 2020, in Dresden zu Verkehrsbehinderungen. Auf vier Routen werden Traktorkolonnen ab 5 Uhr über die B6 (jeweils aus Osten und aus Westen) sowie über die B170 (jeweils aus Norden und Süden) ins Stadtzentrum fahren und hier mit ihren Fahrzeugen verschiedene Brücken- und Straßenabschnitte ganz oder teilweise besetzen. Daraus ergeben sich folgende Einschränkungen:

Vollsperrungen

Zwischen ca. 5.30 Uhr und 6.30 Uhr ist die Carolabrücke für den Kraftverkehr voll gesperrt. Eine weitere Sperrung betrifft in der Zeit von etwa 8.30 Uhr bis 10 Uhr die Wigardstraße im Bereich zwischen dem Carolaplatz und der Archivstraße.

Verkehrsbehinderungen

Auf der Marienbrücke und der Albertbrücke sowie auf der Robert-Blum-Straße, der Großen Meißner Straße, der Köpckestraße und der Wigardstraße steht in der Zeit von ca. 5.30 Uhr bis 12 Uhr jeweils nur eine Spur in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung. Die zweite Fahrspur wird durch parkende Traktoren besetzt. Durch die Verengung auf eine Spur ist mit erheblichem Stauaufkommen zu rechnen.

Allen betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern wird geraten, an diesem Tag die oben genannten Straßenzüge weiträumig zu umfahren oder mehr Zeit einzuplanen. Die Flügelwegbrücke, das Blaue Wunder und die Waldschlößchenbrücke sind von den Verkehrseinschränkungen nicht betroffen.