Trotz Bau-Boom – IG Bau warnt vor Wohnungsnot

Dresden - Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: In der Landeshauptstadt sind im vergangenen Jahr 2.601 Neubauwohnungen entstanden. 294 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit 13 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. 

Insgesamt haben die Bauherren in Dresden demnach im vergangenen Jahr rund 518 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn die Wohnraum-Offensive der Bundesregierung klappen soll“, sagt Mirko Hawighorst (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr.

 

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