Baumfällungen auf bebauten Grundstücken und in Kleingärten jetzt neu geregelt

Seit Dienstag dürfen Grundstückseigentümer selbst entscheiden, ob sie Bäume auf ihrem Grundstück fällen wollen. Diese Regel, welche vom Sächsischen Landtag bereits im September beschlossen wurde, trat nun in Kraft. Dadurch müssen nun keine Fällgenehmigungen mehr eingeholt werden.

Zu dieser neuen Regelung gehören:

a) Bäume und Hecken in Kleingärten im Sinne des Bundeskleingartengesetzes,

b) Obstbäume, Nadelgehölze, Pappeln, Birken, Baumweiden und abgestorbene Bäume auf mit Gebäuden bebauten Grundstücken sowie

c) sonstige Bäume auf mit Gebäuden bebauten Grundstücken mit einem Stammumfang von bis zu einem Meter, gemessen in einer Stammhöhe von einem Meter

Für alle anderen Bäume können von den zuständigen kommunalen Behörden noch Anträge verlangt werden. Das neue Gesetz stellt es den Kommunen frei, noch mehr Baumfällungen antragsfrei zu stellen.

Die wenigen Fällungen, die noch beantragt werden müssen, sind jetzt wesentlich unbürokratischer: Die zuständige Behörde muss über einen Fällantrag innerhalb von drei Wochen entscheiden. Lehnt sie ihn in dieser Frist nicht ab, gilt die Genehmigung automatisch als erteilt. Das Genehmigungsverfahren ist zudem kostenfrei.