Baumfällungen in Niederpöbel für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens

Der Staatsbetrieb Sachsenforst und die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen haben am Montag begonnen, am Standort des geplanten Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel, im Landkreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge Bäume zu fällen.

Die baubedingten Fällungen umfassen eine Fläche von etwa 6,8 Hektar. Rund vier Hektar davon sind Staatswald in bisheriger Bewirtschaftung durch den Forstbezirk Bärenfels des Staatsbetriebs Sachsenforst. Dabei handelt es sich vor allem um Fichtenaltbestände mit einem Holzvolumen von rund 1.700 Kubikmetern.

Die Baumfällungen gehören zu den vorbereitenden Arbeiten am künftigen Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel. Damit wird Platz geschaffen für den Staudamm, das Tosbecken und die Hochwasserentlastung des Beckens sowie für einen Steinbruch, der das Material für den Dammbau liefern soll.

Durch den Bau müssen außerdem mehrere Wanderwege verlegt oder neu angebunden werden. Mit der Ausführung der Holzeinschlagsmaßnahmen wurde ein privates Forstdienstleistungsunternehmen beauftragt. Der Bau des neuen Hochwasserrückhaltebeckens soll im Frühjahr 2011 beginnen und bis 2013 andauern.

Das  Becken hat eine große regionale Bedeutung. Es soll das Pöbeltal sowie die an der Roten Weißeritz liegenden Gemeinden besser vor Hochwasser schützen.

Das Hochwasserrückhaltebecken ist ein grünes Becken – es wird also im Normalfall nicht eingestaut. Bei Hochwasser kann es dann etwa 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser zurückhalten. Dadurch können die abfließenden Wassermassen in der Roten Weißeritz verringert und die Vorwarnzeiten für die Menschen in der Region verlängert werden.