Neuer Gewerbepark an der Freiberger Straße

Dresden - Entlang der Freiberger Straße in Löbtau entstehen bis Ende 2019 neue Flächen für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Planung und Entwicklung des neuen Gewerbeparks übernimmt die Dresdner Gewerbehofgesellschaft. Diese hat am Donnerstag über das Projekt im Dresdner Westen informiert.

An der Freiberger Straße in Löbtau lässt die Landeshauptstadt Dresden neue Flächen für kleine und mittelständige Unternehmen sowie Startups erschließen.  „Mit dem Gewerbepark Freiberger Straße entsteht auf dem von Löbtauer Straße, Hirschfelder Straße und Freiberger Straße umschlossenen Areal ein neues attraktives kommunales Gewerbegebiet für Unternehmen in Dresden“, erläutert Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Insgesamt umfasst die Fläche 40 000 Quadratmeter. Die für Gewerbe nutzbare Nettofläche beträgt 20 000 Quadratmeter.

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In die Erschließung des Gewerbeparks inklusive Grunderwerb hat die Landeshauptstadt insgesamt rund 6,8 Millionen Euro investiert. Davon wurden 3,85 Millionen Euro über Programme zur Brachflächenrevitalisierung und Stadtentwicklung und die „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. „Den Eigenmittelanteil von etwa drei Millionen Euro werden wir über die Flächenverkäufe und über die Gewerbesteuereinnahmen refinanzieren“, so Franke weiter. Da die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Dresden groß ist, steht die Entwicklung eines entsprechenden Bestands im Fokus.

Für die Erschließung des Areals, das zu den ältesten Gewerbestandorten in Dresden gehört, waren grundlegende Maßnahmen wie Baufeldfreimachung und Tiefenenttrümmerung notwendig. Danach wurde bis August 2018 eine Straße zur Löbtauer Straße gebaut, die Kreuzung Wernerstraße/Löbtauer Straße angepasst und ein bestehender Parkplatz der DGH - Dresdner Gewerbehofgesellschaft umverlegt. Die ersten fertigen Flächen wurden inzwischen ausgeschrieben. Ein Baufeld hat die Stadtverwaltung an die DGH verkauft, die jetzt mit den Bauarbeiten startet. Für weitere Gewerbeflächen laufen Kaufverhandlungen. Noch offen ist die Fertigstellung des Weißeritz-Grünzuges im Gewerbepark. „Wenn diese letzte Erschließungsmaßnahme abgeschlossen ist, können wir auch die restlichen Flächen ausschreiben. Das wird voraussichtlich Ende 2019 sein“, kündigt Franke an. 

Erweiterung des Gründer- und Gewerbezentrums 

Die DGH - Dresdner Gewerbehofgesellschaft mbH erweitert ihre Kapazitäten im neu entstandenen Gewerbepark Freiberger Straße. Insgesamt investiert die DGH rund vier Millionen Euro in den Neubau. Dieser besteht aus einem Kopfbau entlang der Freiberger Straße, der hauptsächlich für die Büronutzung gedacht ist. Auf drei Etagen werden hier 1 125 Quadratmeter Gewerbeflächen entstehen. An der Rückseite des Gebäudes werden eingeschossige Produktionshallen angebaut - noch einmal rund 1 400 Quadratmeter. Insgesamt sollen 2 558 Quadratmeter Mietfläche zur Verfügung stehen. Die Erschließung des Grundstücks mit Wasser, Abwasser und Strom ist abgeschlossen. Ab Montag, 17. September, soll es auf dem rund 4 700 Quadratmeter richtig losgehen: „Die Baustelle ist eingerichtet. Sogar die neue Anschrift steht schon fest: Freiberger Straße 114. Jetzt kann der Bau beginnen“, freut sich DGH-Geschäftsführer Friedbert Kirstan. Bis November 2018 soll die Bodenplatte für den Bürokomplex fertig sein. „Für den 22. November 2018 planen wir die feierliche Grundsteinlegung mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert“, markiert Kirstan den nächsten Meilenstein. „Wir sind auf die Förderung von Existenzgründung spezialisiert. Wir können Gewerbeflächen für unterschiedliche Anforderungen zur Verfügung stellen, und das zu günstigen Mietkonditionen“, erläutert Kirstan. Büroflächen gibt es ab 24 Quadratmeter, Hallenflächen ab 80 Quadratmeter. Nächste Meilensteine: Die Außenhülle soll bis Anfang Mai 2019 stehen. Kirstan hofft auf einen milden Winter: „Wenn wir beim Rohbau keine Winterpause einlegen müssen, könnten wir sogar sechs Wochen eher mit dem Ausbau beginnen.“ Dafür sowie für die Außenanlagen, Einrichtung und Inbetriebnahme des Komplexes sind 200 Tage angesetzt. „Ich hoffe, dass ich spätestens Anfang Dezember 2019 die Schlüssel übernehmen kann“, zeigt sich Kirstan optimistisch. 

Die Erschließung des Gewerbeparks wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages beschlossenen Haushaltes. 

Erstellt von: Lisa-Maria Stark