Bayern steht auf Schnäppchen: So billig kauft die Schickeria ein!

Wenn München sinnbildlich für Bayern stehen kann, so tragen viele Bayern die Nase ganz weit oben: Luxusgüter und Markenkleidung sind immer noch stark angesagt und die Schickeria gibt in der Landeshauptstadt des Freistaates weiterhin den Ton an.

Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt? Jüngste Statistiken verraten, dass die Bayern vielleicht doch eher knausrig sind, was den Einkauf angeht. Statt über die Maximilianstraße zu flanieren, gehen sie lieber im Internet auf Schnäppchenjagd – und können sich nur so ihre edlen Looks leisten. Dieser Artikel klärt auf.

Schnäppchen, © evgenyataman

Ganz Bayern ist auf Schnäppchenjagd

Die Zahlen lügen nicht: Die Mode-Plattform Spot-A-Shop.de stellte kürzlich bei einem Blick in ihre Statistiken fest, dass der zweitgrößte Trafficstream auf ihrer Seite aus dem Süden Deutschlands kommt – genauer gesagt aus Bayern. Da auf der Seite reduzierte Mode aus knapp siebzig deutschen Shops präsentiert wird, liegt vor allem ein Schluss nahe: Blau-Weiß shoppt gern im Sale! Unter anderem suchen sie hier nach starken Marken wie Ulla Popken (für alle Plus-Size-Ladies), Adidas (für alle sportlichen Styler) und Hugo Boss (für alle Bayrischer-Filmpreis-Gänger). Vielleicht liegt es unter anderem daran, dass man heutzutage mehr Crazy Rich Asians als waschechte Münchner in den Luxus-Stores der Münchner Innenstadt antrifft.

Outlet-Shopping im Freistaat

Und nicht nur online machen sich die Schnäppchenjäger auf die Suche. Echte Bayern wissen, dass es im Freistaat auch in zahlreichen Outlet-Centern etwas zu holen gibt. Dazu gehört beispielsweise das Ingolstadt Village, in dem unter anderem Luxus-Marken wie Gucci, Michael Kors oder Tommy Hilfiger vertreten sind. Fans robuster Schuhe kommen im Timberland Outlet bei München voll auf ihre Kosten und sexy oder praktische Unterwäsche gibt’s im Triumph Outlet. Etwas weiter in Richtung Chiemsee gibt es ein Outlet für alle Schleckermäuler: Im Lindt Outlet Bernau gibt es die köstlichen Schweizer Kreationen reduziert. Und wenn die Schickeria auf dem Weg nach Garmisch-Patenkirchen ist, um sich einen wohlverdienten Skiurlaub zu gönnen, macht sie sicher ab und zu auch im Birkenstock-Outlet Halt.

Entwicklung der Sale-Kultur

Doch nicht nur in Bayern, in ganz Deutschland hat die Sale-Kultur eine große Entwicklung hinter sich. Vor wenigen Jahrzehnten gab es im Jahr zwei große Ausverkäufe: den Winter- und den Sommerschlussverkauf. Geht man heute durch die Ladenstraßen, scheinen einem zu jeder Jahreszeit rote „SALE“-Schilder entgegenzuleuchten. Auch wenn es zum Ende jeder Saison immer noch besondere Rabattaktionen gibt, so ist doch das ganze Jahr über irgendein Schnäppchen zu holen – es gibt sogar landbasierte Ketten wie TK Maxx, die sich ausschließlich auf den Verkauf reduzierter Ware spezialisiert haben. Diese Veränderung hat sicher auch mit dem Internet zu tun: Zum einen hat der Online-Handel seit seiner Erfindung die Preise gedrückt. Zum anderen ist es hier immer möglich, irgendwo ein Restverkauft-Schnäppchen zu ergattern – und diese Erwartungshaltung übertragen Shopper dann auch auf die Einkaufszentren und Fußgängerzonen.

Am leichtesten haben es Kunden allerdings auf Seiten wie Spot-A-Shop. Hier bekommen sie gleich alle Schnäppchen aus den unterschiedlichsten Online-Stores geliefert. Und wenn an von den Bayern in dieser Hinsicht etwas abschauen kann, dann ihr Shoppingverhalten. Denn wie heißt es so schön? Von den Reichen kann man das Sparen lernen.