BBV Leipzig Eagles verlieren Derby bei den Halle Lions mit 77:66 (37:39)

Hängende Köpfe bei den Bundesliga-Damen des BBV Leipzig. Die Eagles haben ihre Chance, den zweiten Saisonerfolg einzufahren und wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, nicht genutzt.

Bei den Halle Lions verlor das Team von Trainer Steffen Merker am Samstagabend mit 77:66 (37:39). „Wir haben es im dritten Viertel vergeigt. Neun Ballverluste und eine schlechte Trefferquote – so gewinnt man kein Spiel.“ war der BBVL-Coach sichtlich verärgert über den einzigen, dafür deutlich abgegeben Spielabschnitt (25:9). Bis dahin bot die Begegnung alles, was ein Derby zu bieten hat: Leidenschaft, Spannung und Kampf um jeden Ball. Auch in den Schlussminuten waren die Eagles offensiver als die Gastgeber, schafften es aber nicht, den Rückstand aufzuholen. „Wir haben in der zweiten Hälfte und vor allem am Ende zu viele Chancen verhauen.“ so Merker weiter. Eine starke Michaela Abelova (21 Punkte) auf Hallenser Seite machte mit zwei Dreiern in den Schlussminuten den zweiten Saisonsieg der Lions perfekt.

Nach ausgeglichener erster Hälfte wollte im Angriff der Eagles kaum etwas gelingen. Halle kam konzentrierter aus der Kabine, war aggressiver in der Verteidigung und zwang so die Gäste zu Abspielfehlern oder schlechten Würfen. Die bis Mitte des dritten Viertels kaum in Erscheinung getretene Yolanda Paige taute nun immer mehr auf uns setzte sich oder ihre Mitspielerinnen Margaret Dwyer sowie Topscorerin Michaela Abelova gekonnt in Szene. Die Eagles schafften es nicht mehr, ihre in der
ersten Hälfte so starke Centerin Lacey Haughian (15 Punkte bis zur Pause) sowie Candace Williams (20) in gute Wurfpositionen zu bringen. Einzig Britta Hüske versuchte sich in der kritischen Phase gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Ihr Dreier zum 50:46 (26.) sollte ein Weckruf an die Mannschaft sein, verpuffte jedoch im Jubelgeschrei der Löwenanhänger aufgrund erneuter Ballgewinne und
einfacher Korbleger der Lions. Den daraus resultierenden 14-Punkte-Vorsprung spielten die Hallenserinnen die letzten zehn Minuten routiniert aus.