BBV Leipzig verliert gegen den Meister Wasserburg 61:82

Alles hat ein Ende. Auch die Siegesserie der Basketballerinnen des BBV Leipzig. Am Samstagabend verlor das Team von Trainer Ritz Ingram vor 350 Zuschauern in eigener Halle gegen den TSV Wasserburg mit 61:82 (30:34) und steht damit auf dem vierten Tabellenplatz der Bundesliga.

Dass die Eagles erstmals in dieser Saison geschlagen wurden, lag weniger an der außergewöhnlichen Stärke des Deutschen Serienmeisters, als vielmehr an sich häufenden eigenen Fehlern.
Wasserburg war einfach besser in ihren Sachen als wir in unseren , konstatierte Coach Ingram. Bei uns lief der Ball nicht wie er sollte, die Laufwege haben nicht gestimmt. Das hat sich potenziert und in Konfusion gemündet. Schon zu Beginn des Spiels agierten die Adler fahrig und machten Fehler offensiv wie defensiv. So konnte sich der Meister schnell auf 16:5 (6.) absetzen. Dass es nach dem ersten Viertel aus Sicht der Gastgeber dennoch nur 14:20 stand, hatte man hauptsächlich Elena Diaz zu verdanken.
Die kolumbianische Nationalspielerin war nahezu die einzige, die sich im Angriff etwas traute. Sie erzielte allein in den ersten zehn Minuten neun ihrer 23 Punkte. Uns hat es heute an Disziplin und Teamwork gefehlt , meinte die 25-Jährige. Anstatt sich gute und sichere Würfe zu erarbeiten, begnügte sich der BBVL mit dem, was Wasserburg zuließ. So verfehlten allein drei Dreipunktwürfe in Folge Anfang des zweiten Abschnitts ihr Ziel. Dennoch konnten die Eagles aufgrund von Ballverlusten der Gäste bis zur Halbzeit auf 30:34 verkürzen.
Kurz nach dem Seitenwechsel kam noch mal Hoffnung auf, als Elena Diaz den Ausgleich erzielte (34:34, 23.). Danach taute zwar auch Annika Danckert auf und hielt ihr Team mit sechs Zählern in Folge im Spiel (40:45, 27.). Doch beide waren zu sehr auf sich allein gestellt, lebten fast nur von Einzelaktionen, die Kraft kosteten. Zu keiner Zeit bekam man Rebecca Thoresen und Katharina Kühn unter Kontrolle. So gingen die Adler mit einem Neun-Punkte-Rückstand in die letzten zehn Minuten (46:55).
Dort hatten die Leipzigerinnen einen Black-out und standen dem 12:0-Lauf der Gäste (46:67, 35.) machtlos gegenüber. Das Spiel war gelaufen. Ausgerechnet im letzten Viertel bislang die Stärke des BBVL. Da waren wir ziemlich müde , resümierte Eigengewächs Anna Opel, worin Coach Ingram den Preis sah, den wir für die ersten drei Siege zahlen mussten . Wiedergutmachung ist für die Eagles bereits am Dienstag angesagt. Denn dann geht es in der zweiten Runde des DBBL-Pokals zu Zweitligist SC Rist Wedel. Die Partie beginnt 20 Uhr in der Steinberghalle des Hamburger Vorortes.
Quelle: BBVL

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