BBVL-Männer feiern Regionalliga-Aufstieg

Die Sporthalle Brüderstraße war hergerichtet. Über 120 Fans kamen am vergangenen Sonntagnachmittag zum letzten Spiel der Oberliga Sachsen.

Die Meisterschale wartete darauf, von BVS-Funktionär Wolfgang Jahn an den Meister überreicht zu werden. Was fehlte war das i-Tüpfelchen. Ein letzter Sieg des BBV Leipzig, um diese hervorragende Saison abzuschließen. Nach 18 erfolgreichen Duellen, nur einer Niederlage und der vorzeitig gesicherten Meisterschaft, schien dies jedoch leichter gesagt als getan. Der Gegner MSV Bautzen 04 Tigers (7.) erwies sich, wie schon in der knappen Begegnung der Hinrunde, als zäher Widersacher.

Trotz später Anreise nahmen sich die Gäste vor, den Eagles die Meistersuppe kräftig zu versalzen und hielten die Partie bis zum Schluss offen. Durch einen Treffer in letzter Sekunde von Aufbauspieler Robert Händel gewann der BBVL am Ende mit 63:61 (36:33) und bleibt in der Spielzeit 2010/11 in eigener Halle ungeschlagen. Als Tabellenerster der Oberliga Sachsen steigen die Eagles in der kommenden Saison in die zweite Regionalliga auf.

Das Partie selbst bot wenig Unterhaltung. Die Eagles kamen zwar besser ins Spiel, gingen
schnell mit 18:9 in Führung (6.), doch dann wurden zu viele Angriffe vergeben. Die nur zu
acht angereisten Gäste hielten gut dagegen und kamen zum Viertelende auf 20:16 heran. In der Folge hatten beide Mannschaften Probleme mit der Verteidigung der Gegenseite. BBVLCenter Akio Charles gelang es ein ums andere Mal, seine individuelle Stärke unterm Korb auszuspielen. Die Gäste hielten durch eine gute Freiwurfquote und vier Punkte von Björn Lamprecht kurz vor der Pause dagegen. Beim Stand von 36:33 ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Bautznern, erstmals seit der Anfangsminute wieder in Führung zu gehen (44:45, 26.). Andreas Kelm und Kay Schmieder sorgten zwar für den BBVL für Gefahr von der Dreierlinie, doch vier Ballverluste der Eagles brachten die Gäste im vierten Viertel erneut in Führung (55:56, 37.) und Coach Klimmey zur Verzweiflung. Dreißig Sekunden vor dem Ende glich Andreas Kelm für die Leipziger aus. (61:61).

Bautzen gelang es nicht, den letzten Angriff erfolgreich abzuschließen und die Uhr ganz herunter zu spielen, sodass sich den Eagles noch eine Chance bot. Ein Job für den Kapitän. Robert Händel schnappte sich den Ball, fand die Lücke und traf mit der Schlusssirene. Das war der Startschuss für eine Aufstiegsfeier, die für einige Spieler erst fünf Stunden später enden sollte.