BBVL will Revanche für Pokal-Aus

Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Doch die hält sich bei den Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig in Grenzen, wenn sie am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Brüderstraße) zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen auf den BC Wolfenbüttel treffen.

Kein Wunder. Denn die derzeit auf Rang elf stehenden Eagles verloren das erste Spiel gegen die einen Platz vor ihnen stehenden Wildcats nach 37 guten Minuten noch 68:83. Umso größer ist der Wille zur Revanche für das Pokal-Aus vergangene Woche Mittwoch.

Steffen Merker weiß, was passieren muss, damit sich das Blatt diesmal zum Guten wendet. „Unsere Spielsysteme in der Offensive müssen besser laufen“, sagt der BBVL-Coach. „Im Pokal haben wir zu viele Dinge neu erfunden, uns das Leben dadurch selbst unnötig schwer gemacht.“ Zudem müsse man schneller von Angriff auf Verteidigung umschalten und den Rebound kontrollieren. „Wir dürfen Wolfenbüttel nicht ins Laufen kommen lassen und müssen Spielerinnen wie Katarina Flasarova ausschalten.“ Die Tschechin, die vergangene Saison noch für Leipzig auflief, hatte den Eagles im Pokal satte 21 Punkte eingeschenkt.

„Es wird sicher nicht leicht, weil die Wildcats durch zwei Siege ordentlich Motivation getankt haben“, meint Merker. „Unmöglich ist es aber keineswegs.“ Vor allem der 116:113-Sieg über Schlusslicht Rhein-Main Baskets nach vierfacher Verlängerung am vergangenen Wochenende dürfte den Gästen Auftrieb gegeben haben. Heiß auf die Partie sind aber auch die Eagles. „Natürlich gehe ich wiederbesonders motiviert in dieses Spiel, weil ich jahrelang in Wolfenbüttel gespielt habe“, erklärt Britta Hueske. Wie viel die 25-Jährige aus diesem Fakt ziehen kann, zeigte sie schon beim ersten Duell, als sie mit 24 Punkten ihr bisher bestes Spiel im BBVL-Dress machte.

„Diesmal dürfen wir nicht eine Minute schlafen, müssen immer hellwach sein“, fährt Hueske fort. „Wir müssen gewinnen.“ Obwohl die Saison noch jung ist, geht es für die Adler bereits jetzt darum, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Mut dafür, dass man zwei weitere wichtige Zähler einfahren kann, macht Merker die Vorstellung seiner Schützlinge bei Meister Saarlouis am letzten Sonntag: „Dort haben wir gesehen, was in uns steckt, welches Tempo wir gehen können. Der Unterschied ist, dass Wolfenbüttel kein Gegner ist, der uns dominieren kann wie Saarlouis.“