Beate Zschäpe nach Chemnitz verlegt

Chemnitz- Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist am Montag in die Justizvollzugsanstalt-Chemnitz verlegt worden.

Wie die JVA-Chemnitz mitteilte seien der Transport von München und die Aufnahme in Chemnitz reibungslos verlaufen. Zschäpe hatte nach ihrer Verurteilung eine heimatnahe Unterbringung beantragt.

2018 wurde die 44-Jährige, wegen zehnfachen Mordes, vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde sie vom Gericht schuldig gesprochen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein. Noch ist das Urteil aber nicht rechtskräftig.

Hintergrundinformation zur Verlegung nach Chemnitz:

„Untersuchungsgefangene, bei denen die gegen sie verhängte Freiheitsstrafe aufgrund einer anhängigen Revision noch nicht rechtskräftig ist, können mit Zustimmung des zuständigen Gerichts (hier: Oberlandesgericht München) bereits während der laufenden Revision in der Justizvollzugsanstalt untergebracht werden, die zu diesem Zeitpunkt auch für den Vollzug der rechtskräftig verhängten Freiheitsstrafe zuständig wäre. Für den Vollzug von Freiheitsstrafen bei weiblichen Gefangenen, die vor ihrer Inhaftierung ihren Wohnsitz in Sachsen hatten, ist die JVA Chemnitz zuständig. Bei weiblichen Gefangenen, die aufgrund von Bindungen nach Thüringen eine heimatnahe Unterbringung beantragt haben, wird die Strafe auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zwischen den Freistaaten Sachsen und Thüringen ebenfalls in der JVA Chemnitz vollstreckt.“

Quelle: JVA Chemnitz