Behördenrufnummer 115 hält Einzug im Freistaat

Das sächsische Kabinett hat auf seiner heutigen Sitzung über einen weiteren Ausbau der Behördenrufnummer 115 beraten. Ziel ist dabei die flächendeckende Einführung des einheitlichen telefonischen Zugangs. +++

Derzeit ist die einheitliche Behördenrufnummer in den drei großen sächsischen Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig verfügbar. Seit ihrer Einführung ist die 115 für 1,3 Mio. sächsische Bürgerinnen und Bürger erreichbar und wird rege genutzt.

Dabei stellt der telefonische Service der Verwaltung weit mehr als eine Auskunft dar. In Dresden können Einwohnerinnen und Einwohner über das „Dreck-weg-Telefon“, welches an die 115 angeschlossen ist, Verschmutzungen im Stadtgebiet melden. Um Zeit zu sparen, können in Leipzig die Termine für Bürgerämter oder für die Kfz-Zulassungsstelle telefonisch reserviert werden. Und seit November 2012 ist auch der Winterdienst in Chemnitz über diese Nummer erreichbar. Gegenwärtig wird auch die Nutzung der einheitlichen Behördenrufnummer in Krisensituationen geprüft.

Daran, wie auch an der weiteren flächendeckenden Erreichbarkeit der Behördenrufnummer 115 arbeitet das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa gemeinsam mit den Projektpartnern des Bundes und der Kommunen. Staatsminister Dr. Jürgen Martens: „Wie sich zeigt, hat sich die einheitliche Behördenrufnummer 115 schon jetzt bewährt. Wir bieten hiermit den Bürgerinnen und Bürgern einen weiteren Service an, um mit der Verwaltung in Kontakt zu treten. Die Behördenrufnummer 115 ist Teil der Multikanalstrategie, die das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Staatsmodernisierung verfolgt.“

Bundesweit ist die Bekanntheit der einheitlichen Behördenrufnummer gestiegen, wie eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach vom Dezember 2012 zeigt. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass in den Gebieten, in denen die Behördenrufnummer bereits erreichbar ist, rund 49 Prozent der Bürgerinnen und Bürger von der 115 gehört haben, bundesweit sind es immerhin schon 41 Prozent. Insgesamt beteiligen sich aktuell 12 Länder, 289 Kommunen und 88 Bundesbehörden an dem vom Bundesinnenministerium geförderten Projekt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa

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