Bei Bildung an einem Strick ziehen

In Vorbereitung des Bildungsgipfels am kommenden Mittwoch in Dresden plädiert Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange für eine gemeinsame Strategie bei der Ausbildung von Fachkräften.

So ist nach ihrer Meinung „der Bildungsgipfel auf höchster politischer, gesamtstaatlicher Ebene ist nach jahrelangen `Bildungsgipfelchen` in den Fachkreisen dringend geboten. Stange hofft nach den Vorarbeiten der letzten Monate auf klare und erkennbare Ergebnisse.

Aufstieg durch Bildung für Alle sei zu wichtig, als dass er der Finanzkrise zum Opfer fallen dürfe. Sie führt weiter an,  „dass es bisher in Deutschland nicht gelungen ist, die Zahl der Studienanfänger und der Hochschulabsolventen maßgeblich zu erhöhen .

Die Ursachen dafür seien vielfältig. Während in den westlichen Bundesländern eine steigende Zahl von Abiturienten in den kommenden Jahren zur lang erwarteten verstärkten Studienplatznachfrage führe, gibt es zeitgleich im Freistaat Sachsen 45 % weniger Abiturienten, die bis 2014 die Schulen verlassen.
Mit dem 2006 beschlossenen Hochschulpakt haben Bund und Länder die Voraussetzungen für die Schaffung und den Erhalt von ca. 90.000 Studienplätzen bis 2010 gelegt. Bis 2015 werden aber mindestens 275.000 weitere zusätzliche Studienplätze bundesweit benötigt. Die Herausforderung, den Anteil der akademischen Fachkräfte in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, verlange zwingend nach dem Zusammenwirken von Bund und Ländern.

Die Drehscheibe Chemnitz wird am Mittwoch darüber berichten.