Belgier Merckx gewinnt Radrennen SKODA VELORACE 2019

Dresden - Einmal im Jahr verwandelt sich Dresden in ein Radsportmekka, das passionierte Rennradfahrer nahezu magisch anzieht. Am Wochenende hat das Jedermann-Fahrradrennen "Skoda Velorace" Radbegeisterte aus dem In-und Ausland zu seiner bereits siebten Auflage auf dem Neumarkt begrüsst. Wir waren ganz nah dran:

Vom 2-Kilometer-Sprint bis zur epischen 103-Kilometer-Runde - vom rüstigen Rentner bis zum ambitionierten Halbprofi - für nahezu jeden Trainingsgrad bot die Veranstaltung des Vereins "Internationale Sachsentour" eine passende Herausforderung. Den Startschuss für die Rennen auf der sehenswerten 20-Kilometer-Schleife gab Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch, die kurzfristig für Sportminister Wöller eingesprungen war. Aber auch als oberste Gesundheits-, und Familienpolitikerin des Freistaates hat die CDU-Frau für einen derart sportlichen Sonntag naturgemäß nur lobende Worte übrig. Der spektakuläre Parcours, der seit einigen Jahren traditionell als Rundkurs quer durch Sachsens Landeshauptstadt führt, erfreut sich bei den Teilnehmern großer Beliebtheit: Unter dem Hauptbahnhof hindurch geht es vorbei am Rudolf-Harbig-Stadion weiter entlang des Großen Gartens, ehe die Pedaleure die Waldschlösschenbrücke ganz für sich alleine haben. Insbesondere für Dresdner Radler ist die rasante Fahrt durch die autobefreite Dresdner City sicherlich eine echte Genugtuung. Immer entlang der Elbe folgt dann die malerische Einfahrt auf Start und Ziel auf dem Terrassenufer. Bei aller Idylle - Radsport ist mitunter eine gefährliche Sportart, auch bei der jüngsten Ausgabe kam es zu teilweise recht schweren Unfällen. Allen Gestürzten geht es dem Vernehmen nach aber den Umständen entsprechend gut, und so bleibt der Dresdner Kurs bei den Teilnehmern einer, der die Radlerherzen höher schlagen lässt.

Von größtem sportlichen Prestige war bei allem olympischen Geist auch in diesem Jahr wieder der Sieg über die längste Distanz von 103 Kilometern. Mit einem Durchschnittstempo von mehr als 40 Km/h fegten die besten Amateursportler über die Dresdner Strassen. Am Ende kam es zum großen Showdown am Terrassenufer: Im spektakulären Massensprint konnte sich am Ende der Belgier Nils Merckx in souveräner Art und Weise durchsetzen. Für den 25-jährigen Radsportler kam der Erfolg dann auch nicht ganz unerwartet. Radsport, Belgier, Merckx - da war doch mal was!? Und tatsächlich, es ist nicht nur der Name, den der Veloracesieger 2019 mit seinem berühmten Namensvetter und mehrfachen Tour de France-Champion Eddie Merckx teilt, wie er im Gespräch mit DRESDEN FERNSEHEN verrät.

Es kann und muss aber ja nicht jeder ein Merckx sein. Sich wie ein Merckx fühlen aber, das ist nach der Zieldurchfahrt wirklich jedem vergönnt. Und für dieses Gefühl werden sich sicher auch in kommenden Jahr wieder jede Menge Jedermänner- und frauen auf den Weg nach Dresden machen, wenn Elbflorenz wieder zum Radsportmekka wird.

© Sachsen Fernsehen
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