Beratung zum 6. Dresdner Selbsthilfetag – das Beispiel Depression

Sicher kennen Sie das Gefühl, sich kraftlos und träge zu fühlen oder sogar an Schlafstörungen zu leiden. Jörg Freiershausen kennt diese Situationen nur zu gut. Er leidet an Depressionen. DRESDEN FERNSEHEN hat ihn einen Tag lang begleitet und zeigt Ihnen, wie er trotz Krankheit seinen Tag meistert.

Jörg Freiershausen auf dem Weg zur Arbeit. Seit 1996 ist er bei einem Dresdner Energieversorger angestellt. Dort kümmert er sich um die Vorgänge, die nötig sind, wenn ein Kunde den Energieanbieter wechseln will. Doch irgendwann wuchs ihm die Arbeit über den Kopf und die Depression hinterließ ihre Spuren.

Nur wenige Kollegen wussten damals von seiner Krankheit. Angefangen hat es mit Magenbeschwerden, für die kein Arzt eine Erklärung hatte. Schon bald legten sich die Schmerzen auf die Psyche und die Depression brach aus.

So wie ihm geht es schätzungsweise rund vier Millionen Menschen in Deutschland. In Dresden könnten 40 bis 50 Tausend Menschen an Depressionen leiden, denn es erkrankt jede vierte Frau und jeder achte Mann einmal im Leben an einer behandlungswürdigen Depression.
Selbsthilfe scheint da die Lösung zu sein.

Diese Frage steht auch in der Selbsthilfegruppe von Jörg Freiershausen zur Diskussion. 2004 rief er die Selbsthilfegruppe Aktiv mit Depression ins Leben. Die dafür notwendigen Informationen hat er sich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen geholt.

In diesem Raum trifft sich die Gruppe zwei Mal im Monat. Heute sitzt der Diplom-Ingenieur alleine hier, weil die Angst der Anderen zu groß ist, persönliche Nachteile zu erleiden, wenn sie mit Depression in Verbindung gebracht werden.

Diese Angst soll den Betroffenen genommen werden, zum Beispiel beim morgigen sechsten Dresdner Selbsthilfetag. Von 10 bis 15 Uhr können sich die Dresdner im WTC von Fachleuten rund um das Thema Selbsthilfe beraten lassen.
Jörg Freiershausen ist mit seiner Selbsthilfegruppe SAD auch dabei und will über das Thema Depression aufklären.