Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte eröffnet

Leipzig – Auch in Sachsen hat die Zahl an sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländern seit 2010 zugenommen. Gerade Osteuropäer kennen oft ihre Rechte nicht und drohen bei manchen Arbeitgebern in die Schwarzarbeit abzurutschen. Auch deswegen wurde nun in Leipzig die zweite Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte eröffnet.

Am Mittwoch war es soweit: Nach Dresden wurde im Listhaus in Leipzig die zweite sächsische Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte eröffnet.
Das dies nötig ist, wurde nicht nur durch eine EU-Richtlinie klar, sondern auch durch die enorme Steigerung der Zahl von hier beschäftigten Osteuropäern in Sachsen:

Diese kennen oft nicht ihre Rechte und das wird ausgenutzt. So rutschen einige Beschäftigte unbeabsichtigt in die Schwarzarbeit oder müssen unter schlechten Bedingungen arbeiten.  Das soll durch eine Erstberatung verhindert werden.
Rund 500.000 Euro jährlich sollen in die Beratungsstellen in Dresden und Leipzig, aber auch in die mobilen Beratungseinsätze sachsenweit fließen.

Das Projekt ist befristet. Wenn die Beratungsstelle so gut angenommen wird wie in Dresden, wird der Betrieb plangemäß bis spätestens 2021 wieder eingestellt werden können.