Bergungsarbeiten nach Kranunfall in Leipziger Innenstadt

Am Sonntagmorgen schreckten viele Bewohner der Leipziger Innenstadt vom Frühstückstisch hoch. Gegen zehn Uhr hatte sich in der Nikolaistraße ein tragisches Unglück ereignet. Ein Autokran stürzte der Länge nach in die Einkaufs- und Restaurantmeile. +++

Es war als routineauftrag geplant – der stationäre Kran, der für den Bau eines neuen Hotels aufgestellt wurde, sollte wieder verschwinden. Und das an einem Sonntag, damit sich die Behinderungen in Grenzen halten. Für den Abbau wurde ein Autokran eingesetzt, doch irgendetwas lief schief. Während der Arbeiten stürzte der tonnenschwere Stahlkoloss um und begrub den 53-Jährigen Kranführer in seiner Kabine. Drei seiner Kollegen kamen mit teils schweren Verletzungen davon.

Warum der Kran umstürzte ist noch vollkommen unklar. Nur eines steht fest: Es hätte noch viel schlimmer kommen können. Der Auslieger des Autokrans fiel genau auf den Freisitz des italienischen Restaurants Toskana, dass bereits geöffnet hatte.

Die Spuren des schrecklichen Unfalls sind weiterhin zu sehen. Der zerstörte Autokran wird vor Ort zerlegt, erst dann können die Wrackteile abtransportiert werden. Wann in der Nikolaistraße zumindest optisch wieder Normalität einkehrt, ist noch nicht ganz klar.

Der Autokran bzw. das was von ihm noch übrig ist, wurde von der Polizei beschlagnahmt und soll nun von Experten untersucht werden. Die Kriminalpolizei und der Arbeitsschutz ermitteln. Zur Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.