Bericht zum Zins- und Schuldenmanagement der Stadt vorgestellt

Die Stadt Leipzig hat ihren Bericht zum Zins- und Schuldenmanagement für das Jahr 2008/2009 vorgelegt. Der Bericht gibt Auskunft über die Finanzaktivitäten der Stadt und wird künftig jährlich fortgeschrieben.

„Wir erhöhen damit die Transparenz bei unseren finanziellen Aktivitäten. Zugleich möchten wir mit dem Bericht auch zeigen, dass der Schwerpunkt der Aktivitäten der Stadtkämmerei darin liegt, durch die notwendige Liquidität die Zahlungsfähigkeit der Stadt Leipzig zu erhalten“, erläutert Dirk Müller, der amtierende Leiter des Dezernats Finanzen.

Die Verschuldung der Stadt Leipzig ist laut Bericht zwischen 1992 und 2004 auf 911 Millionen Euro gestiegen, konnte aber in den letzten beiden Jahren deutlich reduziert werden.

Das Schuldenmanagement ist zentral in der Stadtkämmerei angesiedelt. Mit diesem Instrument soll der Schuldenstand der Stadt gesteuert und optimiert werden. Dazu gehört die Auswahl des wirtschaftlichsten Kreditangebotes zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme, die Prolongation der Kredite, sowie die Vermeidung von Belastungsspitzen durch eine sinnvolle Verteilung von Zinsbindungsfristen und Prolongationsterminen.

Die Liquidität der Stadt Leipzig war im Jahr 2008 wegen der hohen Steuereinnahmen ausreichend. Das sorgte dafür, dass lediglich ein Bruchteil der im Haushalt genehmigten Kreditermächtigung ausgeschöpft werden musste.

Zu den wichtigen kreditfinanzierten Maßnahmen der Stadt Leipzig, die in den letzten Jahren realisiert wurden, gehörten zwischen 1992 und 1996 Schulbauten, für die Kredite in Höhe von insgesamt über 143 Millionen Euro aufgenommen wurden, Sanierungsmaßnahmen bei der Oper und im Gewandhaus, die ein Darlehen von knapp 33 Millionen Euro notwendig machten, oder der
Straßen- und Brückenbau wofür sich die Stadt rund 94 Millionen Euro leihen musste.