Berner Sennenhund ein Teddy für die ganze Familie

Aufgrund seiner gutmütigen und sanften Art ist der Berner Sennenhund ein beliebter Familienhund und wenn auch die Legenden um seinen „großen Bruder“ dem Bernhardiner als Schweizer Bergrettungshund mit dem Rumfässchen um den Hals durchaus mit einem Augenzwinkern zu betrachten sind, sind die Sennenhunde doch alles echte Alpenhunde, wo sie als Wach- und Herdenschutzhunde gezüchtet wurden, doch auf Grund Ihres kräftigen Körperbus auch als Zughunde eingesetzt wurden. Die Haltung und Pflege gilt weithin als unkompliziert. Was Hundehalter, die über die Anschaffung eines Berner Sennenhundes nachdenken, jedoch unbedingt wissen sollten, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Die Haltung des Berner Sennen

Der Berner Sennenhund ist gerne immer mitten im Geschehen. Auch draußen hält sich die Hunderasse gerne auf, denn wie schon erwähnt, wurden sie in den Schweizer Alpen als Haus- und Hofhund und Herdenschutzhund gezüchtet. Bei der Hunderasse des Berner Sennenhunds kann man auf fordernde Hundesportarten verzichten. Viel Auslauf in Form eines großen Gartens sollte man seinem Vierbeiner jedoch auf alle Fälle bieten. Auch ausgedehnte Wanderungen liebt der Berner Sennenhund und er begleitet sein Herrchen oder Frauchen auch gerne beim Joggen oder Fahrradfahren. Besonders der Winter tut es ihm an: Sobald der Berner Sennenhund Schnee sieht, ist er nicht mehr aufzuhalten. Sein Besitzer sollte also nichts dagegen haben, wenn der Vierbeiner im Winter nach Herzenslust herumtollt.

Bei der Hunderasse handelt es sich um einen liebevollen und treuen Vierbeiner. Er darf demnach nicht als reiner Zwingerhund gehalten werden, sondern benötigt den Anschluss zu einer Familie. Er ist bei Familien sehr beliebt – nicht ohne Grund wird jährlich eine Vielzahl an Welpen gezüchtet. Wer den Vierbeiner in der Wohnung halten möchte, sollte vermeiden, dass er viel Treppen läuft. Wie andere große Hunderassen auch leidet der Berner Sennenhund schnell an Gelenkproblemen. Im Welpenalter sind Treppen somit ein absolutes No-Go und im hohen Alter ist es möglich, dass er das Treppensteigen gar nicht mehr schafft. Eine Wohnung im Erdgeschoss ist somit optimal. Alternativ ist auch ein Aufzug eine gute Möglichkeit, um den Berner Sennenhund ein bisschen zu entlasten.

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Die Pflege des Berner Sennen

Das dichte Haarkleid gereicht dem Berner Sennenhund im Winter zum Vorteil, kann aber im Sommer zu einer regelrechten Last werden. Manche Besitzer entscheiden sich daher im Sommer für das Scheren des Fells, um es ihrem Vierbeiner bei hohen Temperaturen leichter zu machen. Damit das Fell immer in Ordnung bleibt, sollte der Halter es regelmäßig ausbürsten. Im Falle des Berner Sennenhundes heißt das, es mindestens alle 2 Tage zu bürsten – wenn nicht sogar noch öfter. Im Fellwechsel ist tägliches Striegeln angesagt. Baden muss man die Hunderasse nur im Ausnahmefall. Wenn ein Bad unbedingt notwendig ist, sollte man auf ein spezielles, mildes Hundeshampoo zurückgreifen. Häufig reicht es jedoch aus, Verschmutzungen trocken auszubürsten.

So füttert man den Berner Sennen richtig

Da es sich bei dieser Rasse um einen großwüchsigen Hund handelt, darf das Futter eines Welpen nicht zu proteinreich sein. Das könnte zu Erkrankungen im Erwachsenenalter führen und die Lebenserwartung des Vierbeiners erheblich senken. Denn bekommt ein Welpe durch das Futter eine Energieüberversorgung, wird das genetisch festgelegte Endgewicht des Vierbeiners womöglich früher als erwartet erreicht. Da das Skelett noch nicht stabil genug dafür ist, kann es zu Fehlstellungen kommen. Damit man das Skelett eines jungen Berner Sennen ausreichend stärkt und stabilisiert, darf das Futter nicht zu energiereich sein und sollte vielmehr auf Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor setzen.

Leider ist die Lebenserwartung ohnehin recht gering: Krebserkrankungen, Gelenkdeformationen und Nierenprobleme betreffen die Hunderasse immer wieder. Demnach sollten Hundehalter immer auf eine gesunde Ernährung achten. Rassetypische Krankheiten lassen sich damit zwar nicht gänzlich vermeiden, doch man kann sie damit eindämmen. Hochwertiges Futter, das auf Getreide verzichtet und reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ist, ist die beste Wahl. Darüber hinaus sollte man immer darauf achten, ob der Vierbeiner eine eventuelle Allergie auf bestimmte Lebensmittel hat.

Welpen fressen mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, ausgewachsene Berner Sennenhunde werden in der Regel zweimal täglich gefüttert. Der Futterbedarf richtet sich nach seiner Aktivität und Größe. Ein zum Fährtenhund oder Zughund ausgebildeter Berner Sennen benötigt beispielsweise mehr und energiereicheres Futter als ein reiner Familienhund, der hin und wieder mit den Kindern im Garten spielt. Zudem sollten Hundehalter ihrem Vierbeiner stets frisches Wasser zur Verfügung stellen.

Für wen eignet sich der Berner Sennenhund?

Als reiner Winterhund eignet sich der Berner Sennenhund für jeden Winterliebhaber, der bei kühlen Temperaturen gerne im Schnee unterwegs ist. Denn wer im Winter nur in der warmen Wohnung sitzt, tut seinem Vierbeiner damit keinen Gefallen. Man sollte als Hundehalter eine gewisse Sportlichkeit an den Tag legen und gerne Wanderungen unternehmen oder Fahrradfahren. Auch der Pflegeaufwand des dichten Fells darf einen nicht abschrecken, wenn man sich diese Hunderasse zulegen möchte.

Wer Kinder hat und einen familienfreundlichen Hund sucht, ist mit dem Berner Sennenhund bestens beraten. Er ist gutmütig, friedlich und geduldig. Er spielt gerne mit kleinen Kindern – seine Reizschwelle ist sehr hoch, sodass ihn nichts so schnell aus der Fassung bringt. Dennoch sollte den Kindern der richtige Umgang mit ihrem Haustier beigebracht werden, um den Vierbeiner nicht unnötig zu stressen.