Berufsqualifizierung trotz Behinderung

Dresden – Talente herausfinden und Menschen mit Behinderung individuell fördern. Mit dem Projekt „Praxisbausteine“ soll das durch Qualifizierungslehrgänge an über 30 Behinderten Werkstätten wahr gemacht werden.

Egal ob psychisches oder körperliches Handicap, mit der in Deutschland einzigartigen Initiative der Diakonie Sachsen und der Agentur für Arbeit soll den Teilnehmern eine berufliche Bildung ermöglicht werden. Dafür werden in Zusammenarbeit mit der Industrie und Handelskammer und der Handwerkskammer anerkannte Ausbildungspläne erstellt. Den benachteiligten Menschen wird damit die Möglichkeit gegeben, Teile einer Berufsausbildung zu absolvieren.
Der Arbeitsalltag der Werkstattarbeiter sei dadurch sehr verändert wurden, so der Leiter der Weißiger Werkstätten in Dresden, Thomas Ertel.

Gestartet ist das Projekt im April 2017. In dieser Woche trug es nun die ersten Früchte. Sieben Teilnehmer konnten sich über ihr erstes Zertifikat eines Praxisbausteins freuen.
Auch bei den Initiatoren und Mitarbeitern war die Freude über den Erfolg sehr groß.

Für die Zukunft wünsche man sich aber vor allem noch mehr Unterstützung von politischer Ebene, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Agentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen.

Besonders die hohe Teilnehmerquote sei beeindruckend, so Thomas Ertel.
Für die Arbeiter in der den Weißiger Werkstätten in Dresden, die bereits ein Zertifikat haben, geht es nun weiter mit dem nächsten Praxisbaustein und für manche vielleicht auch irgendwann in den allgemeinen Arbeitsmarkt.