Beschlussantrag zur Sanierung des Ottoteiches

Chemnitz – Dicke Karpfen schwimmen im Ottoteich im Chemnitzer Flemminggebiet – doch das Angeln ist untersagt. Auch Baden ist in dem Gewässer nicht ratsam – obwohl eine Bronzeplastik am Ufer diesen Eindruck macht.

Der Ottoteich soll vielmehr für Erholung der Anwohner in dem in den 1960er Jahren errichteten Wohngebiet sorgen und ist gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Wasservögel.

Die derzeitige Idylle ist jedoch trügerisch, denn seit Jahren wird eine umfassende Sanierung des Teiches gefordert. Vor allem der geringe Wasserzulauf für den Ottoteich wird kritisiert. Dadurch ist ein fast stehendes, sauerstoffarmes Gewässer entstanden, dass gerade in heißen Perioden, wenn viel Wasser verdunstet, umzukippen droht.

Um dies zu verhindern bringen die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen, SPD und Die Linke jetzt einen neuen Beschlussantrag zur Sanierung des Ottoteiches in den Stadtrat ein. Zwar sei mit der Fertigstellung des neuen Ablaufwerks – eines sogenannten „Mönchs“ im Jahr 2015 bereits eine Verbesserung eingetreten. Dies sei aber nicht genug.

Außerdem sollen laut dem Willen der Fraktionen die Uferbereiche entschlammt und saniert, sowie Abstellplätze für Fahrräder und mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.

Zur weiteren Pflege des Ottoteiches wäre ein ähnliches Konzept wie beim Knappteich im Yorckgebiet denkbar. Dieser wird in Patenschaft eines Vereins gemeinsam mit einer Wohnungsgenossenschaft in Schuss gehalten.

Zunächst soll auf Basis einer bereits 2012 von der Stadt beauftragten Studie ein aktualisiertes Sanierungs- und Betreuungskonzept bis Februar kommenden Jahres entwickelt werden. Dabei ist vor allem die Kostenfrage zu klären.

Über den Beschlussantrag wird nach der Sommerpause Ende August im Stadtrat abgestimmt.