Beseitigung der Straßenschäden kommt schleppend voran

Durch den milden Winter sind die Schäden in diesem Jahr weit geringer ausgefallen als sonst. Löcher und Risse sind also nicht nur auf den Frost zurückzuführen, sondern auch auf den Sanierungsstau.

Wie das Straßen- und Tiefbauamt mitteilte, kommt die Beseitigung der Schäden bedingt durch die Haushaltsperre nur schleppend voran. Bisher wurden Leistungen in Höhe von 150.000 Euro ausgelöst. Das reicht für die Beseitigung der Schäden aus dem letzten Winter, aber nicht um den Nachholebedarf abzubauen.

Wo wird ausgebessert und wie groß sind die Schäden überhaupt nach dem milden Winter? Reinhard Koettnitz, der Leiter des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes, gibt Auskunft:

Welche Schäden sind über den Winter an den Dresdner Straßen entstanden?

Reinhard Koettnitz: Für die vergangene Winterperiode können wir nicht von „klassischen Winterschäden“ sprechen, die durch wiederholte Frost-Tau-Wechsel entstehen. Die längste Frostperiode hielt nur 14 Tage an mit einer Frosttiefe von 10 cm. Die erkennbaren Straßenschäden in Form von Kornausbrüchen, zahlreichen Rissbildungen und einzelnen Schlaglöchern an vorgeschädigten, schwach befestigten Asphaltfahrbahnen sind Verschleißerscheinungen. Diese Schäden sind natürlich auch Folgen des sehr großen Sanierungsstaus an den Dresdner Verkehrsanlagen. Auf nachfolgenden Straßen werden Reparaturleistungen zur Beseitigung der Verschleißschäden erforderlich:

Kaufbacher Str., Tharandter Str., Kötzschenbroder Str., Hohendölzschener Str., Kesselsdorfer Str., Gottfried-Keller-Str., Merbitzer Str.,Washingtonstr., Lommatzscher Str., Peschelstr., Wurzener Str., Werftstr.,Reicker Str., Terrassenufer, Reisstr., Bodenbacher Str., Güntzstr., Pirnaer Landstr., Oskar-Röder-Str., Lohrmannstr., Blasewitzer Str., Niederwaldstr.

Wo im Dresdner Stadtgebiet sind die Ausbesserungstrupps unterwegs?

RH: Die „Ausbesserungstrupps“ werden in den nächsten Tagen auf der Bergmannstr., Morgenleite, Perronstr., Paradiesstr., Spreewalder Str.,Wormser Str., Rosa-Menzer-Str., Haenel-Clauß-Str., Karl-Roth-Str., Augsburger Str. und Lungkwitzer Str. Asphaltflickleistungen ausführen.

Wieviel investiert die Stadt in die Ausbesserung der Schlaglöcher?

RH: Aufgrund der sehr milden Winterperiode stellt das Land keine gesonderten Finanzmittel zur Winterschadenbeseitigung bereit. Instandsetzungen an Asphaltfahrbahnen werden aber mit 2,7 Mio EUR gefördert. Die Beseitigung der Winterschäden kommt, bedingt durch die Haushaltsperre, nur schleppend voran. So wurden bisher Leistungen in Höhe von 150 TEUR ausgelöst. Daneben stehen der Landeshauptstadt Dresden aber noch 3 Asphaltreparaturkolonnen für den gesamten Bauzeitraum und eine Firma zur Rissesanierung zur Verfügung.

Wie lange wird es in etwa dauern?

RH: Mit diesen geringen Kapazitäten wird es möglich sein, die Einzelschäden aus der letzten Winterperiode zu beseitigen, aber eine nachhaltige planmäßige Straßenunterhaltung ist damit nicht realisierbar und der Nachholesanierungsbedarf wird nicht abgebaut.