Start-ups können sich im Freistaat besonders gut entwickeln

Leipzig - In Sachsen haben im vergangenen Jahr mehr als 14.600 Menschen den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit gewagt. Insbesondere in den Bereichen Hightech, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie in wissensintensiven Dienstleistungen konnte Sachsen in den letzten Jahren einen Zuwachs verzeichnen.

Die Digitalisierung ist eines der Schlüsselthemen und zugleich größte Herausforderung der sächsischen Wirtschaft in den nächsten Jahren. Aus diesem Grund hat der Freistaat Sachsen als eines der ersten Bundesländer im Januar 2016 die Digitalisierungsstrategie „Sachsen Digital“ verabschiedet. Zu den Schwerpunkten der Strategie gehören u. a. die Entwicklung der digitalen Infrastruktur und der Breitbandausbau, die Gewährleistung der Informations- und Cybersicherheit, die Stärkung der digitalen Kompetenzen und der Innovationskraft in Sachsen sowie die Weiterentwicklung der Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen.

„Sachsens Gründerszene entwickelt sich positiv und sehr dynamisch, aber meist noch im Verborgenen“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig heute zum Auftakt der Gründerwoche Deutschland im Rahmen der 2. Digitalisierungskonferenz in Leipzig. „Sachsen bietet Start-ups sehr gute Möglichkeiten. Die Digitalisierung ist mehr und mehr ein wichtiger Treiber und eröffnet vielfältige Chancen für Gründer.“
Zwar ist die Zahl der Unternehmensgründungen auf Grund der aktuell sehr guten Arbeitsmarktlage rückläufig. Im Ländervergleich konnte sich der Freistaat im vergangenen Jahr bei der Gründungsquote aber gleich um fünf Plätze verbessern.

© Sachsen Fernsehen

Im Drei-Jahres-Durchschnitt von 2014 bis 2016 kommen laut dem KfW-Gründungsmonitor mittlerweile 147 Gründer auf 10.000 erwerbsfähige Sachsen. Das ist der höchste Wert aller neuen Bundesländer. In Thüringen kamen im gleichen Zeitraum 118 und in Sachsen-Anhalt 76 Gründer auf 10.000 Erwerbsfähige.

„Ausschlaggebend ist jedoch nicht die Zahl der Gründungen, sondern vor allem ihre Innovationskraft und ihr Wachstumspotenzial. Daher erhalten Start-ups, die neue Technologien und neues Wissen miteinander verknüpfen, besondere Unterstützung in Sachsen“, so Dulig weiter.

Eine neue vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veröffentlichte Broschüre gibt erstmals einen gebündelten Überblick zur Start-up-Szene in Sachsen. Darüber hinaus gibt sie Gründerinnen und Gründern einen Überblick zu öffentlichen, aber auch vielen privaten Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten. Die zum Auftakt der Gründerwoche Deutschland im Rahmen der Digitalisierungskonferenz vorgestellte Broschüre „Start-up-Szene in Sachsen - Gründen & Fördern“ ist ab 15. November kostenfrei als Print oder Download erhältlich.

Auf Grund des digitalen Wandels finden sich im Freistaat auch immer häufiger internationale Teams oder Gründer aus verschiedenen Sparten zusammen, die gemeinsam ein Start-up aufbauen. Wichtige Kristallisationspunkte hierfür werden auch die Hubs der Hub-Initiative des Bundes – „Smart Infrastructure“ in Leipzig und „Smart Systems“ in Dresden – sein. Beide sollen auch den Start-up-Standort Sachsen weiter stärken und sichtbar machen.

Sachsen zählt heute zu den innovativsten Regionen in Deutschland und Europa. Seine Stärken liegen in einer reichen Forschungs- und Hochschullandschaft sowie einer breit aufgestellten Wirtschaft. Sie bilden den Nährboden für innovative und kreative Ideen und neue Unternehmen. Den Erfolg belegt der Innovationsatlas 2017 des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Hier erzielt der Freistaat im bundesweiten Vergleich den dritten Platz bei Neugründungen im Bereich der innovationsaffinen Branchen.

An der zweiten Digitalkonferenz des Freistaates Sachsen nahmen etwa 200 Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen teil. Sie berieten über Ideen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der sächsischen Digitalisierungsstrategie. Im Mittelpunkt der Konferenz standen auch die Auswirkungen der Digitalisierung auf Industrie, Handwerk, Tourismus, Verwaltung, Gesundheit, Landwirtschaft, Bildung und Kultureinrichtungen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr