Betreten verboten – Stadt verhängt nach Sturm Waldverbot

Dresden - Der Orkan „Friederike“ hat in der Dresdener Heide, der Jungen Heide und anderen Kleinwäldern zu erheblichen Schäden geführt. Deshalb sind sämtliche Waldflächen und Wege in den Wäldern der Stadt Dresden gesperrt.

Die Sperrung dient dem Schutz von Leib und Leben der Waldbesucher sowie der gefahrenlosen Beseitigung des Wurf- und Bruchholzes. Wer dennoch die Wälder betritt, muss mit einer Geldbuße bis 2.500 Euro, in besonders schweren Fällen bis 10.000 Euro rechnen. Vollzugspolizeibedienstete können Platzverweise aussprechen.

Bilanz der Feuerwehr

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war es eine turbulente Nacht. Über 2000 Notrufmeldungen, etwa 1000 im Zeitraum disponierte Einsätze und mehr als 200 Einsätze von Feuerwehr und THW im Stadtgebiet Dresden ist die vorläufige Bilanz einer der stärksten Stürme der letzen Jahre.

Im Einsatz befanden sich etwa 300 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr und dem Tech-nischen Hilfswerk. Einsatzstellen verteilten sich flächendeckend über das Stadtgebiet Dresden und es handelte sich zum Großteil um umgestürzte Bäume. Während des Sturmes liefen zusätzlich fünf Brandmeldeanlagen auf Feuer ein und die Feuerwehr Dresden rückte zu zwei Bränden aus.

Bilanz der Polizei

Im Zusammenhang mit dem Sturmtief „Friederike“ gingen zahlreiche Notrufe bei der Polizeidirektion Dresden ein. Daraus resultierten 166 sturmbedingte Einsätze für die Beamten.

Gegen 19.00 Uhr ist ein Polizeibeamter bei einem Einsatz verletzt worden. Der Beamte sicherte gemeinsam mit einem Kollegen die Kreuzung Julius-Vahlteich-Straße/Kesselsdorfer Straße ab, wo ein Baum umgestürzt war. In der Folge stürzte ein weiterer Baum um und traf den Funkstreifenwagen, in dem die beiden Polizisten saßen. Der 30-Jährige erlitt Verletzungen und kam vorübergehend in ein Dresdner Krankenhaus. Sein 31-jähriger Kollege blieb unverletzt.

Gegen 16.00 Uhr wurde ein Sattelzug Mercedes von einer Sturmböe erfasst und gegen die Mittelleitplanke der BAB 13 gedrückt. Der Fahrer blieb unverletzt. Gut eine Stunde später erfasste eine Sturmböe einen weiteren Lkw Mercedes auf der BAB 13. Das Fahrzeug kippte auf die Seite. Der 40-Jährige Beifahrer erlitt leichte Verletzungen.

Es kam zu zahlreichen Straßensperrungen in Dresden sowie im Umland.

© Roland Halkasch