Betreuungslotsen für straffällige Jugendliche gesucht

Um straffällig gewordenen Jugendlichen eine Hilfestellung für ihr alltägliches Leben zu bieten, sucht die Jugendgerichtshilfe Dresden ehrenamtliche Betreuungspersonen. Nähere Informationen unter www.dresden-fernsehen.de +++

Ca. 20 ehrenamtliche Betreuungslotsen arbeiten in dem so genannten Betreuungslotsen-Projekt der Jugendgerichtshilfe der Landeshauptstadt Dresden. Es wurde vor vier Jahren gemeinsam von der Jugendgerichtshilfe des Jugendamtes in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit ins Leben gerufen. Ziel ist es, dem zunehmenden Hilfebedarf straffällig gewordener Jugendlicher und junger Heranwachsender Rechnung zu tragen.

Unter Anleitung und mit Hilfestellung der Jugendgerichtshilfe und ihrer Partner haben die ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger und Studierenden bisher 250 straffällig gewordene junge Menschen über einen festgelegten Zeitraum im alltäglichen Leben begleitet.
Ihnen soll dieses freiwillige Angebot Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltags bieten, z. B. im Umgang mit Ämtern und Behörden, dem Strukturieren ihres Tagesablaufs und bei der praktischen Lebensgestaltung.

Oftmals reicht es einfach nur aus als Ansprechpartner und als begleitende Bezugsperson (in der Funktion als Pate oder Geleitsmann, engl. Loadsmann = Lotse) da zu sein, um Halt und Orientierung geben zu können. „Diese einfachen Hilfestellungen sollen den Jugendlichen helfen eine „Lebenstauglichkeit“ zu entwickeln, die ihnen zukünftig ein straffreies Leben in der Gesellschaft ermöglicht“, erklärt Martin Seidel. Dabei können die Paten eigene Lebenserfahrungen und Kompetenzen einbringen, aber auch  für sich selbst neue Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln.

Wer Interesse hat, als ehrenamtlicher Betreuungslotse zu arbeiten, der kann sich an die Jugendgerichtshilfe des Jugendamtes Dresden wenden:
Königsbrücker Straße 8, Ansprechpartnerin Frau Erfurth, Telefon (03 51) 4 88 75 18,
E-Mail info@jgh-dresden.de.

Ausführliche Informationen sind auch im Internet zu finden unter: www.dresden.de/jugendgerichtshilfe .

Sozialbürgermeister Martin Seidel trifft sich am Montag, 22. Februar, 17.30 Uhr in den Räumen der Jugendgerichtshilfe auf der Königsbrücker Straße 8 zu einem Informationsaustausch mit ehrenamtlichen Betreuungsloten. Er tauscht sich mit den erfahrenen Betreuungslotsen darüber aus, wie sich verschiedene Ämter, beispielsweise das Jugend-, Sozialamt oder die ARGE, um die Belange junger, straffällig gewordener Menschen kümmern. Für die ehrenamtlich Tätigen bedeutet das Treffen mit dem Bürgermeister eine Anerkennung ihres Engagements, bietet ihnen aber gleichzeitig auch ein Podium dafür, lobend oder kritisch über ihre persönlichen Erfahrungen berichten zu können.

Quelle: Amt für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit Dresden

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