Betriebskostenspiegel für Dresden

Die so genannte zweite Miete kann im Durchschnitt bis zu 2,58 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat betragen. +++

  Nachdem der Deutsche Mieterbund in Kooperation mit der mindUp GmbH bereits im März einen bundesweiten Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2009 veröffentlicht hat, liegen nunmehr auch die lokalen Daten für Dresden vor.

  Wenn alle zulässigen Betriebskostenarten umgelegt werden, kann die so genannte zweite Miete im Durchschnitt bis zu 2,58 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat betragen. Davon entfallen 1,12 Euro auf Heiz- und Warmwasserbereitungskosten und 1,46 Euro auf kalte Betriebskosten, wie zum Beispiel für Wasser und Abwasser, Gartenpflege, Haus- und Straßenreinigung, Müllentsorgung, Aufzug und Hausbeleuchtung. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung bedeutet dies durchschnittliche Kosten in Höhe von 2.167,20 Euro im Jahr. Je nach Ausstattung des Gebäudes, nach Umfang der umgelegten Kostenpositionen aber auch nach Haushaltsgröße und Verbrauchsverhalten der Mieter können im Einzelfall deutliche Abweichungen von diesem Durchschnittswert auftreten. 

  Gegenüber dem Abrechnungsjahr 2008 haben sich die Heizkosten in der sächsischen Landeshauptstadt um 8 Cent von durchschnittlich 0,97 Euro auf 0,89 Euro pro Quadratmeter und Monat verringert. Dies deckt sich mit einem bundesweit feststellbaren Trend, der zum Teil auf günstigere Brennstoffkosten zurückzuführen ist. Aber auch energetische Modernisierungsmaßnahmen vieler Vermieter und sparsames Heizverhalten der Mieter dürften zur Kostensenkung beigetragen haben. Bei den übrigen Betriebskostenarten gibt es nur geringfügige Veränderungen gegenüber der vorangegangenen Abrechnungsperiode. 

  Ziel des Betriebskostenspiegels ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die mehr als 200.000 Dresdner Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Gleichzeitig soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnung nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern und Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren.

  Mit Hilfe des Betriebskostenspiegels können keine verbindlichen Überprüfungen der Abrechnungen oder der einzelnen Kostenhöhen durchgeführt werden. Abweichungen von den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels können aber für den Mieter oder den Rechtsberater des Mietervereins Anlass sein, einzelne Kostenpositionen genauer zu überprüfen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Abrechnung Werte ausweist, die deutlich über den Daten des Betriebskostenspiegels liegen.

  Für Mitglieder des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V. gehören die Prüfung der Betriebskostenabrechnung und eine darauf basierende juristische Beratung zum kostenlosen Service. Zu den häufigsten Fehlern, die in diesem Rahmen festgestellt werden, zählen unter anderem unzulässige oder nicht vereinbarte Kostenpositionen, fehlerhafte Verteilerschlüssel sowie unzureichend dokumentierte und für den Mieter nicht nachvollziehbare Berechnungen. 

  Ein kostenloses Informationsblatt mit dem bundesweiten Betriebskostenspiegel, einem Ost-West-Vergleich sowie den lokalen Daten für Sachsen und Dresden ist beim Mieterverein Dresden und Umgebung e.V., Fetscherplatz 3, erhältlich oder auf der Homepage des Vereins www.mieterverein-dresden.de abrufbar.

  Tipp: Rechtsberatung für Mitglieder zu mietrechtlichen Fragen beim Mieterverein Dresden und Umgebung e.V., Fetscherplatz 3, 01307 Dresden Telefon: 0351-866450, E-Mail: mieterverein-dresden@mieterbund.de, Jahresbeitrag (inkl. Rechtsschutzversicherung): 69,00 €

Quelle:   Mieterverein Dresden und Umgebung e.V.

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