Betriebskostenspiegel: Leipzig im sachsenweiten Vergleich günstig

Leipzigs Mieter zahlen durchschnittlich 2,22 Euro pro Quadratmeter im Monat für Heizung, Wasser, Abfall und Co. Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Mieterverein Leipzig jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2008 vorlegt.

Die Berechnungen der Mietexperten zeigen, dass in Leipzig im sachsenweiten Vergleich moderate Betriebskosten gezahlt werden müssen. Allerdings liegt Sachsen 9 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Rechnet man alle nach dem Gesetz denkbaren Betriebskosten mit ein, liegen in Leipzig die Höchstwerte bei 2,63 Euro pro Quadratmeter.

3 Cent pro Quadratmeter mehr als im Vorjahr gaben die Leipziger 2008 für die Betriebskosten aus. Vor allem die drastisch verteuerten Heizkosten sind für diese Erhöhung verantwortlich. Mit einem Plus von 21 Prozent ist für die Mieter hierbei die größte Preissteigerung zu verkraften. „Dabei haben energetische Modernisierungen der Wohnungsbestände und sparsames Heizverhalten dafür gesorgt, dass der Kostenanstieg nicht noch höher ausfiel“, erläutert Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig. Als Grund nannte die Mietexpertin die Entwicklung der Energiepreise. „2008 wurden Heizöl um 31,6 Prozent und Erdgas um 8,9 Prozent teurer. Mit einem ungewöhnlich kalten Winter im Betrachtungszeitraum hat das also wenig zu tun.“

Für die Zukunft erwarten die Mietexperten vor allem bei den Kosten für Heizung und Warmwasser eine sehr dynamische Preisentwicklung. Zwar seien im Jahr 2009 die Preise für Gas um 1,5 Prozent und für Heizöl um 30,7 Prozent gesunken. Allerdings dürfte 2009 der Energiebedarf wieder angestiegen sein. Die Wintermonate 2009 waren insbesondere von Januar bis März deutlich kälter als im Vorjahr 2008. Matejka: „Dennoch ist davon auszugehen, dass die abzurechnenden Heizkosten 2009 etwa 10 bis 15 Prozent unter den Kosten des Jahres 2008 liegen werden.“