Betrug aus der Ferne: So gefährlich sind moderne Betrugsmaschen wirklich

Leipzig- Ob am Telefon, beim Online-Banking oder beim Bezahlen mit Karte: Betrüger werden immer dreister, um an das Geld ahnungsloser Bürger zu gelangen. Das Ergebnis sind verängstigte Betrogene, die nicht mehr wissen, wem oder welcher Technik sie vertrauen können. Dabei ist längst nicht alles von Vorneherein gefährlich - wenn man weiß, worauf man achten muss.

1. Betrug am Telefon

Auch in Sachsen schlagen Betrüger am Telefon immer häufiger zu. Ob mit dem Enkeltrick oder als falsche Polizisten: Ohne Erbarmen setzen sie ihre meist älteren Opfer unter Druck. Die Polizei warnt davor, den Anweisungen bei derartigen Anrufen Folge zu leisten und zeigt in diesem PDF, wie man Betrüger am Telefon entlarven kann.

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2. Betrug im Online-Banking

Es ist der Grund, warum viele Menschen dem Online-Banking noch immer skeptisch begegnen: die Angst vor Hacker- und Phishing-Angriffen. Dabei legen Banken und Gesetzgeber den Betrügern schwere Steine in den Weg. Zuletzt wurde die Sicherheit des Online-Bankings mit PSD2 noch einmal verbessert. Wer die Sicherheitstipps der Hausbank beachtet und sich stets mit gesundem Menschenverstand im Internet bewegt, spart mit Online-Banking viel Zeit und manchmal sogar Geld: Einige Shops bieten zusätzliche Rabatte

für Online-Zahlungen. Bei Unsicherheit ist ein Gespräch mit dem eigenen Bankberater empfehlenswert. Viele Schadensfälle im Online-Banking werden zudem durch einen Haftungsfonds gedeckt, der betroffenen Kunden den entstandenen Schaden ersetzt.

3. Betrug mit der Girokarte/NFC

Schnell, einfach, bequem: Seit der Einführung der NFC-Technologie ist das Bezahlen mit Giro- oder Kreditkarte noch bequemer, sicherer und schneller geworden. Doch das kontaktlose Bezahlverfahren scheint vielen schon zu simpel, um wirklich sicher zu sein. Können die Daten nicht auch durch Betrüger ausgelesen werden? Hierzu sollte man wissen: Die Übertragung ist so konzipiert, dass die Daten nur in der unmittelbaren Nähe von etwa vier Zentimetern ausgelesen werden können. Dabei stören Kleingeld und andere Karten mit Kontaktlosfunktion die Übertragung. Das unfreiwillige Auslesen der Kartendaten wird somit nahezu unmöglich gemacht.

4. Betrug mit dem Smartphone

Manche Smartphone-Apps ermöglichen es sogar, ganz ohne Portemonnaie zu zahlen. Dabei ist das Bezahlen mit dem Handy genauso unkompliziert wie mit der Karte selbst: Einfach vor das Terminal halten, ab einem Einkaufswert von 25 Euro PIN eingeben, fertig. Nutzer müssen allerdings umso besser auf ihr Smartphone achtgeben: Wird das Handy gestohlen, muss auch die digitale Karte schnellstmöglich gesperrt werden. Nach der Sperrung kann mit der im Smartphone hinterlegten Karte kein Einkauf mehr bezahlt werden.

Eines steht fest: Während die Banken auch in ihrem eigenen Interesse an immer besseren Methoden arbeiten, ihre Kunden zu schützen, liegen auch die Betrüger nicht auf der faulen Haut. Doch Verbraucher müssen sich keine Sorgen darum machen, wer in diesem "Wettkampf" gerade vorn liegt: Wer aufmerksam ist und auch mit digitalem Geld so sorgsam umgeht wie mit Bargeld, kann den Komfort digitaler Zahlungsmöglichkeiten unbesorgt genießen. Bei dubiosen Anrufen hingegen ist grundsätzlich Vorsicht geboten - und es gilt, lieber einmal zu oft die Polizei zu verständigen als zu wenig.