Betrugsserie beendet: Falscher Polizist erbeutete 27.000 €

Leipzig - Für mindestens 15 Betrugsfälle in Leipzig ist ein 55-Jähriger aus dem Vogtland verantwortlich. Er gab sich als Polizist aus und stahl seinen Opfern die EC-Karten. So erbeutete er über 27.000 €. Nach einer öffentlichen Fahndung stellte sich der Mann.

© Sachsen Fernsehen / Symbolbild

Jahrelang gab sich ein 55-Jähriger als Mitarbeiter der Polizei, der Wasserwerke, der Bank oder des Vermieters aus. Mit dieser Masche verwickelte er seine Opfer in deren Wohnungen in ein Gespräch. So erschlich er sich EC-Karten und die dazugehörigen PIN-Nummern. Anschließend hob er bei der Bank hohe Bargeldmengen ab.

Das Interessante an den Fällen: Der Mann kommt nicht aus Leipzig, sondern aus dem Vogtland und fuhr jedes Mal nur für seine Diebstähle in die Messestadt.

Im Dezember 2018 startete die Polizei eine öffentliche Fahndung nach einem falschen Polizisten. Dabei wurden auch Bilder einer Überwachungskamera einer Bank veröffentlicht, auf denen der Täter gut erkennbar war. Nach dieser Fahndung stellte sich der Mann selbst. Daraufhin nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen gegen ihn auf.

Im Zeitraum von Januar 2015 bis Oktober 2018 konnte ihm in 15 Fällen die Schuld mithilfe von DNA-Abgleichen nachgewiesen werden. Der 55-Jährige gestand alle Fälle. Laut Polizeiangaben könne eine bis zu fünfjährige Bewährungsstrafe auf den Mann zukommen. Die Entscheidung treffe aber ein Richter.

Laut Polizei sei es wahrscheinlich, dass der Täter noch weitaus mehr erbeutete. Dass solche Fälle den Kriminalbeamten nicht bekannt seien, läge daran, dass die Opfer dement sein könnten oder sie sich für den Vorfall schämten.