Bewerbung um UNESCO-Welterbe

Sie sind eine der Attraktionen in Chemnitz – Die versteinerten Baumriesen im Kulturkaufhaus DAStietz.

Nach einem Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren wurden sie verschüttet und verkieselten.

Die zahlreichen Funde, die in Chemnitz in den vergangenen Jahrzehnten gemacht wurden, sind weltweit einzigartig. Deshalb strebt die Stadt jetzt eine Aufnahme auf die Welterbe-Liste der UNESCO an.

Doch der Weg dahin ist weit. Zunächst muss sich der Versteinerte Wald gegen neun andere Bewerber aus Sachsen durchsetzen. Dazu wird Chemnitz am kommenden Dienstag vor einer Expertenkommission des Innenministeriums in Dresden seine Bewerbung präsentieren. Vortragen wird dabei Dr. Thorid Zierold vom Chemnitzer Naturkundemuseum.

Barbara Ludwig (SPD) – Oberbürgermeisterin Chemnitz

An der Grabungsstelle in Chemnitz-Hilbersdorf wurden in den vergangenen Jahren sensationelle Funde ans Tageslicht gebracht. So unter anderem mehrere Ur-Saurier, sowie Ur-Skorpione. Diese Grabung ist jetzt abgeschlossen, die Auswertung wird noch mehrere Jahre dauern. Der nächste Schritt ist die Schaffung eines „Fensters in die Erdgeschichte“ auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Die Bewerbung um den Welterbe-Titel soll auch dieses Vorhaben voranbringen.

Barbara Ludwig (SPD) – Oberbürgermeisterin Chemnitz

Sollte Chemnitz mit seiner Bewerbung scheitern, hätte man wohl für 20 bis 30 Jahre keine Chance mehr auf eine deutsche Welterbeliste zu kommen. Einem seit 290 Millionen Jahre versteinertem Baum ist eine solche Wartezeit wohl ziemlich egal.