Bibo des Jahres 2018

Dresden - Der Titel "Bibliothek des Jahres 2018" ist auf die im Dresdner Osten liegende Bibliothek Blasewitz gefallen. Das Team der Bibliothek steht stellvertretend für eine gute Bilanz des gesamten Bibliotheksnetzes in Dresden.

Die Städtischen Bibliotheken Dresden blicken auf ein Jahr mit deutlichem Wachstum bei den meisten Leistungskennzahlen zurück, obwohl wegen einer Havarie im gesamten Rechnersystem der Landeshauptstadt vom 14. bis zum 17. November die Bibliotheken über 3,5 Tage weitgehend geschlossen waren. Die Leiterin der Bibliothek kann sich über den Preis freuen, den die Bibo nach dem Jahr 2000 bereits zum zweiten Mal erhält. Beim Thema Bildung betreut die Stadteilbücherei zudem diverse Schulen und Kindergärten und ermöglicht so den Zugang zu Lernmaterial. Nicht nur die Bibliothek Blasewitz wurde mit diesem Titel honoriert, auch die Mitarbeiter haben ein Stück von dieser Auszeichnung erhalten. Denn das Herz einer jeden Bibliothek schlägt immer noch bei den Mitarbeitern. Dank deren unterstützender Leistung werden Bücher auch in Zukunft nicht ihren Wert verlieren. Auch wenn die Digitalisierung ein ständiges Thema bleibt, so kann sie auch negative Folgen haben. Im vergangenen Jahr gab es einen Havariefall im Zentralrechner der Stadt. Einige Tage lang fiel die Technik aus. Die Bibliotheken mussten schließen, da das Ausleihgeschäft komplett automatisiert über das Online-System gesteuert wird. Dennoch blieb die Bilanz im positiven Bereich, auch aufgrund der wachsenden Online-Ausleihen. Bibliotheken sind immer mehr als Ort für die Gemeinschaft anzusehen, so Direktor Arndt Flemming. Sie sind ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters und werden nicht nur genutzt, um Bücher auszuleihen. Im letzten Jahr gab es dank Internet-Dienstleistungen über 5,4 Millionen Ausleihen in ganz Dresden. Zudem wird der Besuch in der Bibliothek dank vieler Veranstaltungen abgerundet.