Bienen weiter mit weißer Weste

Die SG Rödertal-Weinböhla erreichte heute ihr Ziel, beide Punkte von der Mulde an die Röder zu holen und behielt damit in der höchsten sächsischen Spielklasse auch nach dem vierten Spieltag ihre weiße Weste.

Dabei sah es anfangs so aus, als würden sie die Frauen der gastgebenden HSG Neudorf/Döbeln regelrecht überrollen. Vor allem Egle Alesiunaite hatte sich an diesem Nachmittag offensichtlich viel vorgenommen. In Abwesenheit ihrer mit der litauischen Nationalmannschaft zur EM-Qualifikation weilenden Landsfrau Jurate Kiskyte bestach sie durch mehrere geniale Anspiele auf Nadine Rost am Kreis und erzielte bis zum 12:3 (19.) allein fünf Tore.

Allerdings löste die totale Überlegenheit nicht die erwartete Sicherheit aus. Mit den Spielerinnen der zweiten Reihe wechselte Trainerin Egle Kalinauskaite auch Bruder Leichtsinn ein. Die Fehlerquote stieg beträchtlich und die Damen aus der Stiefelstadt holten Tor um Tor auf. Erst zur Mitte der zweiten Halbzeit wurde beim 20:11 der Neun-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Beim 23:13 (47.), zu dem vor allem die vor der Pause ohne Torerfolg gebliebene Kristin Löwe beitrug, glätteten sich die Sorgenfalten auf der Stirn der Trainerin zwar, da aber dieser Vorsprung danach weder gehalten denn ausgebaut werden konnte, war Egle Kalinauskaite nach dem Spiel dennoch nicht zufrieden:
 
„Leider hat die Mannschaft die taktische Marschroute nicht konsequent umgesetzt und die Fehlerquote war erneut viel zu hoch, Strafwürfe eingeschlossen. Das nächste Punktspiel bestreiten wir am 8. November beim bisher ebenfalls verlustpunktfreien Meisterschaftsfavoriten HC Sachsen Neustadt-Sebnitz. Um da zu bestehen, müssen wir uns gegenüber heute deutlich steigern“. Ein Trostpflaster gab es für das Team am Abend dennoch: Naunhof hatte in Zwickau nur ganz knapp gewonnen und so stehen die Rödertalbienen momentan an der Tabellenspitze der Oberliga, übrigens genauso wie eine Spielklasse tiefer ihr Verbandsligateam, das tags zuvor zu Hause gegen Freital/Wilsdruff erfolgreich war.

Das nächste Bienen-Heimspiel steigt am Sonntag, 1. November, 17 Uhr, in Radeberg. Dort kommt es in der 2. Runde des sächsischen Pokalwettbewerbes zur Meisterschaftsrevanche mit der HSG Neudorf/Döbeln.

Rödertalbienen: Susi Schulz (1.-30.), Ann Rammer (31.-60.); Nadine Rost (6), Egle Alesiunaite (6/3), Kristin Löwe (4), Katrin Sander (4), Kathleen Nepolsky (2), Carolin Schenke (2), Michaela Wähner (1), Monika Markeviciute (1), Katharina Rothe (1), Carolin Haufe.

Schiedsrichter: Bendorf/Voß (TuS Leipzig-Mockau), Zuschauer: 100, Zeitstrafen: 2:4 Min., Disqu.: 0:0, Siebenmeter: 8/6:6/3

Spielverlauf: 0:2 (3.), 3:12 (19.), 8:14 – 8:16 (32.), 13:23 (47.), 16:23 (50.), 19:27.