Bilanz zur Heizperiode in Dresden

Große Unterschiede in der bisherigen Heizperiode von Oktober bis Februar. Insbesondere der Februar 2012 war mit -1,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von +1,8 Grad deutlich kälter. +++

Die höchste in dieser Heizperiode abgegebene Wärmeleistung im
Fernwärmenetz betrug 672 MW am 7. Februar, 8.00 Uhr bei einer
Außentemperatur von minus 13,1°C. Das Fernwärmenetz durchzieht die ganze
Stadt Dresden und hat insgesamt eine Länge von mehr als 520 km. Versorgt
werden alle an das Fernwärmenetz angeschlossenen Kunden.

Um eine Versorgungsleistung von 672 MW erreichen zu können, müssen alle
Anlagen der DREWAG, die in das Fernwärmenetz einspeisen, in Betrieb sein.
Allein das Heizkraftwerk Nossener Brücke trug als Grundlastanlage zu
diesem Versorgungszeitpunkt mit ca. 425 MW bei, der Rest wurde im
Heizkraftwerk Dresden-Nord mit ca. 20 MW und im Heizkraftwerk Reick mit
ca. 150 MW erzeugt. Der verbleibende Rest wurde durch Entladen des
Wärmespeichers in Dresden – Reick erbracht, der zuvor in den Nachtstunden,
bei geringerer Wärmeabnahme, geladen wurde.

Trotz dieser hohen Abgabeleistung bestanden noch Reserven, so dass es
selbst bei Ausfall der größten Teilanlage zu keinen Versorgungsengpässen
gekommen wäre.

Das Fernwärmenetz wird mit Heißwasser betrieben, welches bei derartigen
Außentemperaturen 125°C warm ist. Damit es nicht verdampft und um jeden
Verbraucher auch in höheren Lagen versorgen zu können, steht es unter
hohem Druck (ca. 16 bar). Die Pumpen zur Verteilung des Heißwassers
befinden sich ebenfalls im HKW Nossener Brücke. Jede dieser drei Pumpen,
von denen zwei in Betrieb sind, hat eine Antriebsleistung von ca. 1,5 MW.
Die Gesamtfördermenge  beträgt bei derartigen Lastbedingungen ca. 1600
kg/s Heißwasser.

Als Brennstoff kommt hauptsächlich Erdgas zum Einsatz, welches die DREWAG
vornehmlich aus Russland, zum Teil aber auch aus Norwegen bezieht. Am
Heizkraftwerk Nossener Brücke liegt es mit einem Druck von ca. 45 bar an.
Maximal wurden im HKW Nossener Brücke in dieser Heizperiode bis zu 80.000
Nm³/h verbraucht.

Da das HKW Nossener Brücke wie auch alle anderen DREWAG – Erzeugerstätten
nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet, kann der Brennstoff
bis zu 85% ausgenutzt werden.

Quelle: DREWAG

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