Bilder, die es nicht geben durfte – Vortrag über Kriegsbilder aus Leipzig 1943–1945

Am Dienstag, dem 29. März, stehen in der Ausstellung Leipzig. Fotografie seit 1839 Kriegsbilder aus Leipzig zwischen 1943 und 1945 im Mittelpunkt. Der Kurator Christoph Kaufmann referiert über mutige Trümmerfotografen, die sich über die starken Reglementierungen der Fotografie während der Zeit des Nationalsozialismus hinweggesetzt haben.

Das Regime war sich der propagandistischen Wirkung der Fotografie sehr wohl bewusst und setzte sie gezielt ein. Fotografien zerstörter Städte passten nicht in dieses Bild und durften nicht veröffentlicht werden.

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig besitzt trotzdem zahlreiche Aufnahmen aus der Zeit  von 1943 bis 1945, die sowohl von Amateuren als auch von Berufsfotografen erstellt wurden. Umfangreichster Bestandteil der Sammlung sind die 1200 Trümmerfotos von Heinz Kröbel, die unmittelbar nach den Angriffen entstanden. Mutige Leipziger wie Franz Kutschera dokumentierten auch den Bau von Luftschutzbunkern. Diese und weitere Fotos Leipziger Amateure werden in dieser Veranstaltung erstmals öffentlich vorgestellt.

Di | 29.3. | 17 Uhr
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Böttchergäßchen 3
Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €, Jugendliche bis 16 Jahre frei