Bildungsstrategie – Kultusministerium lässt online mitdiskutieren

Dresden - Das Sächsische Kultusministerium lädt bis zum 23. September zur Onlinediskussion über Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. Grundlage des Austauschs ist die dazugehörige Landesstrategie. Die Diskussion läuft über das Bürgerbeteiligungsportal des Freistaates Sachsen.

„Um unsere Zukunft friedlich, sicher und lebenswert zu gestalten, ist gute Bildung entscheidend. Wie wir das gemeinsame Miteinander gestalten wollen, kann nur zusammen entschieden werden“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz das Anliegen des Onlinedialogs. Er ermunterte besonders die Lehrer, Erzieher und Schüler, sich aktiv zu beteiligen. „Bildung für nachhaltige Entwicklung braucht den demokratischen Prozess, sonst funktioniert es nicht. In den Schulen, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen ist das Thema bereits verankert. Insofern sind die Lehrer, Erzieher und Dozenten wichtige Experten, auf deren Ideen wir nicht verzichten möchten“, betonte Piwarz.

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Die Anregungen der Onlinebeteiligung fließen dann in eine Kabinettsvorlage mit ein. Bereits Ende 2018 soll die Landesstrategie zur Bildung nachhaltiger Entwicklung beschlossen werden.
Der Entwurf der Landesstrategie wurde in einem breit angelegten Dialogprozess zwischen den Ministerien der Staatsregierung und ihren nachgeordneten Einrichtungen, Experten aus allen Bildungsbereichen sowie Vereinen und Verbänden erarbeitet. Die jetzt beginnende Onlinebeteiligung rundet dieses Verfahren der direkten Mitwirkung ab. Hierbei können einzelne Textpassagen der Strategie öffentlich kommentiert werden und es können die Kommentare anderer ebenfalls kommentiert und bewertet werden. Daneben können alle im Strategieentwurf enthaltenen Punkte mit einem anonymen Fragebogen bewertet werden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung soll zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen. Wie kann ich ein gutes Leben nachhaltig führen? Wie kann ich meine Bedürfnisse mit denen anderer Menschen und nachfolgender Generationen vereinbaren? Globalisierung, Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen fordern von uns, ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltiger zu handeln. Bildung für nachhaltige Entwicklung eröffnet dafür neue Perspektiven und Wege.
Die Strategie enthält Aussagen darüber, wie dieses Bildungsziel in allen Alters- und Lebensbereichen, von Kindertageseinrichtungen über schulische und berufliche Bildung, die Hochschulbildung bis zu Volkshochschulen und Vereinen integriert werden kann.

Text: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch