Bio- oder Billigfleisch – wie nachhaltig is(s)t Leipzig?

Leipzig – Nachhaltigkeit. Ein Wort von großer Bedeutung. Die Preise für Lebensmittel werden von den großen Supermärkten und Discountern immer weiter in den Keller gedrückt. Jeder möchte der Günstigste sein. Auf der einen Seite freut es den Verbraucher, denn er kann kräftig Geld sparen. Doch ist dies wirklich notwendig, wenn durch den Preiskampf die Nachhaltigkeit nicht mehr gewährleistet werden kann?

Viele Lebensmittel, die täglich auf dem Müll landen, könnten gerettet werden. So sollten sich die Menschen wieder viel mehr auf ihre eigenen Sinne verlassen, statt dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) zu vertrauen.

Zusätzlich sollte man gewisse Lebensmittel in Maßen genießen. Gerade bei Fleisch besteht ein großes Verbesserungspotential. So ist es beispielsweise ratsam, nicht mehr als maximal 300 Gramm Fleisch in der Woche zu essen, denn gerade die intensive Viehzucht verursacht viele Umweltprobleme.
Doch wie nachhaltig sind die Leipziger eigentlich schon?

Nachhaltigkeit ist für viele Leipziger kein Fremdwort, so achten sie zum Beispiel darauf wo die Lebensmittel herkommen und ob sie fair gehandelt worden. Sie versuchen ihren Wasserverbrauch und Stromverbrauch zu reduzieren und verzichten beim Einkauf auf das Auto.

Ob wohl der Bioanteil bei Landwirten in Leipzig mit vier Prozent noch unter dem Bundesdurchschnitt liegt, haben es sich einige Leipziger auf die Fahne geschrieben, die Stadt nachhaltiger zu gestalten. Sie bieten den Supermärkten die Stirn und wollen Plastikmüll reduzieren. So macht es Pierre Mischke vom Leipziger Laden „Einfach Unverpackt“ möglich, ohne Verpackungsmüll einkaufen zu gehen. Kleinigkeiten können also schon zur Nachhaltigkeit beitragen, denn es ist wichtig, schon heute an die Generationen von morgen zu denken.