Bitcoin: Dreiste Betrüger werben mit Promis

Die Serie „Die Höhle der Löwen“ ist wohl eine der beliebtesten Werbeplattformen für Firmengründer. Aber der Erfolg der Show lockt nicht nur Unternehmer an - auch Betrüger nutzen die immer größer werdende Bekanntheit der Serie. In letzter Zeit verweisen die Kriminellen aber nicht nur auf „den besten Deal“ in der Gründer-Show, sondern werben zudem auch mit prominenten Gesichtern. So auch mit der deutschen Sängerin wie Schauspielerin Yvonne Catterfeld. Über Instagram gab die 39-Jährige nun klar zu verstehen, für kein Bitcoin-Unternehmen zu werben.

"Der beste Deal"

Am Ende sind es nicht nur die Gründer und auch der Sender selbst, die sich über die steigende Bekanntheit der Show „Die Höhle der Löwen“ freuen. Immer wieder nutzen Kriminelle die Popularität der Sendung für die eigenen Absichten. Facebook-Nutzer werden mit Sicherheit schon auf eine derartige Werbeanzeige gestoßen sein: So wird mit „dem besten Deal“ geworben, der je in der Sendung zu sehen war. Jedoch gab es keinen vergleichbaren Deal - die Bitcoin-Unternehmen verfolgen das Ziel, mit reißerischen Slogans und einer erfundenen Geschichte Menschen auf ihre Internetseite zu locken.

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Der Internetauftritt, der an eine klassische News-Seite erinnert, soll sodann das Gefühl von Sicherheit vermitteln; wer jetzt etwas Geld einzahlt und glaubt, nun eine gewinnbringende Anlage gefunden haben, wird wenig später nur Verluste einfahren.

Frank Thelen, ein Mitglied der „Die Höhle der Löwen“-Jury hat sich bereits mehrfach zu Wort gemeldet und immer wieder betont, dass er nicht mit Bitcoin handelt. Doch stecken hinter allen Werbeanzeigen, die mit hohen Gewinnen durch Bitcoin werben, Betrüger? Bevor man sich für einen Anbieter, so etwa The News Spy, entscheidet, ist es wichtig, im Vorfeld Testurteile wie auch Erfahrungsberichte zu lesen, die im Internet zu finden sind.

Auch  Yvonne Catterfeld meldete sich bereits zu Wort

Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld musste sich nun ebenfalls zu Wort melden. „Die letzte Investition von Yvonne Catterfeld hat die Experten beunruhigt und die großen Banken zittern lassen“ - der Screenshot, der von der Sängerin auf Instagram veröffentlicht wurde, war mit den Hashtags #fakewerbung #betrug sowie auch mit #absolutescheisse versehen. Zudem schrieb Catterfeld, dass sie „für so etwas nie Werbung“ machen würde.

Im April hatte Yvonne Catterfeld erstmals über die Plattform Instagram auf den Fall hingewiesen. Catterfeld wurde immer wieder angesprochen, ob sie kein Interesse daran hätte, für ein Unternehmen, das in der Finanzbranche tätig sei, Werbung zu machen. „Das dargestellte Interview hat es nicht gegeben. Ich habe auch derartige Aussagen nie getätigt“, so Catterfeld. Die Fangemeinde ist ebenfalls empört und stärkt Catterfeld den Rücken, die nun rechtliche Schritte eingeleitet hat.

 Auch Bohlen, Jauch und Lahm waren schon als Werbefiguren im Einsatz

Aber nicht nur Catterfeld hat derartige Probleme - auch Dieter Bohlens Name wurde bereits für eine Bitcoin-Kampagne missbraucht. „Ich habe keine Bitcoins und ich handle auch nicht mit Bitcoins. Bitte fallt nicht auf solche Betrügerfirmen rein. Das ist alles Fake“, so Dieter Bohlen, der sich ebenfalls über Instagram an seine Fangemeinde gewendet hat.

Günther Jauch wurde ebenfalls schon als prominentes Werbegesicht genutzt. So soll der „Wer wird Millionär“-Moderator mit „Bitcoin Revolution“ reich geworden sein. Philipp Lahm, der ehemalige Bayern München-Verteidiger und Weltmeister 2014, war ebenfalls schon das Gesicht für ein betrügerisches Unternehmen.

Gibt es Test- oder Erfahrungsberichte?

Tagtäglich tauchen im Internet oder auch in den sozialen Medien gefälschte Werbeanzeigen auf. So wollen die Kriminellen mit fiktiven Zitaten und auch gefälschten Inhalten Interessierte finden, die dann auf die Homepage kommen und ihr Geld in fragwürdige Systeme investieren. Wichtig ist, dass man hier im Vorfeld einen Blick hinter die Kulissen wirft. Spricht man von „schnellen Gewinnen“, die „ohne Risiko“ realisiert werden können, so mag das bereits ein Hinweis sein, dass es sich hier um keinen seriösen Anbieter handelt. Stößt man auf eine derartige Anzeige, so sollte diese sofort der Plattform, auf der die Werbung zu sehen war, gemeldet werden.

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Wer mit Bitcoins handeln will, sollte im Vorfeld Informationen einholen. Das heißt, man sollte nicht nur einen umfangreichen Vergleich anstellen, sondern auch Informationen über Erfahrungs- wie Testberichte einholen.