Bitcoin kaufen in Deutschland: Tipps

Sucht man nach einer gewinnbringenden Veranlagung, so wird man sich vom Sparbuch wie Tagesgeld abwenden und in Richtung Aktien wie Kryptowährungen blicken müssen. Denn die Niedrigzinspolitik, die schon seit Jahren von Seiten der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt wird, scheint auch in absehbarer Zukunft nicht beendet zu werden. Zinssätze, die sich im Bereich der 0,01 Prozent bewegen, sorgen einfach nicht für eine gewinnbringende Investition.

Anders hingegen, wenn man sich mit dem Kryptomarkt befasst. Auch wenn die letzten Umfragen gezeigt haben, dass die Deutschen kritisch sind, wenn es um das digitale Geld geht, so gibt es doch immer mehr Kleinanleger wie private Sparer, die in den Bitcoin investieren. Denn folgt man den aktuellen Prognosen, so etwa von John McAfee, so stehen noch einige Höhenflüge bevor.

Bitcoin, © pixabay.com / /pix1861

Doch auch wenn die Prognosen vielversprechend sind, so darf man niemals vergessen, dass es keine Garantie gibt. Prognosen können, müssen aber nicht eintreffen. Das heißt, man sollte niemals Geld investieren, das benötigt wird - Verluste sind, vor allem dann, wenn man in den Kryptomarkt investiert, immer möglich.

Wie kauft man Bitcoins?

Coins der Kryptowährung Bitcoin können auf diversen Internet-Marktplätzen gekauft werden. Deutschlands größte Börse ist unter bitcoin.de erreichbar. Entscheidet man sich für diese Plattform, so muss zu Beginn ein Konto eröffnet werden. In diesem Fall ist der bankübliche Verifizierungsprozess zu berücksichtigen. Das heißt, zu Beginn muss, um die Existenz des Kontos zu bestätigen, ein Kleinbetrag überwiesen, in weiterer Folge die eigene Identität per VideoIdent-Verfahren bestätigt werden.

Wurde der Verifizierungsprozess positiv abgeschlossen, so kommt es zur Freischaltung des Kontos und der Verbindung mit dem Bankkonto. In weiterer Folge ist es möglich, Coins zu kaufen wie auch zu

verkaufen. Innerhalb Deutschlands stellt die Fidor-Bank das Girokonto zur Verfügung, dass dann direkt mit dem digitalen Portemonnaie (Wallet) für den Bitcoin verknüpft werden kann.

Zu beachten ist, dass aber nie ein ganzer Bitcoin gekauft werden muss. Das heißt, man kann auch nur einen Teil der Münze erwerben - so etwa 0,0352 Bitcoins. Das wäre, bei einem aktuellen Preis von rund 9.000 US Dollar, ein Preis von um die 316 US Dollar.

Hat man auf der Seite ein entsprechendes Angebot für sich gefunden, so klickt man in weiterer Folge auf den Button „Kaufen“. Die Plattform sperrt sodann das Angebot für mögliche weitere Interessenten. Jetzt hat man hier sozusagen den Vorrang. Nun geht es dann um die Überweisung an den Verkäufer. Ist das Geld beim Verkäufer angekommen, so werden die erworbenen Bitcoins dem Käufer gutgeschrieben. Die Transaktion ist somit abgeschlossen.

Neben dem Marktplatz gibt es auch noch die Möglichkeit, Bitcoins über eine Börse zu kaufen. Hier erfolgt der Handel automatisch. Zu den bekanntesten Anbietern gehören unter anderem Bitstamp, Kraken wie Binance. Neben Bitcoin stehen auch andere Kryptowährungen, so etwa Ethereum oder auch Ripple, zur Verfügung.

Zwischen Allzeithoch, Rekordabsturz und Comeback

Wie bereits erwähnt: Verluste sind immer möglich. Befasst man sich näher mit dem Kursverlauf des Bitcoin, so wird man wohl an eine wilde Achterbahnfahrt erinnert werden. Denn lag der Bitcoin noch zu Beginn des Jahres 2017 bei 1.000 US Dollar, so verzeichnete die Kryptowährung im Dezember, also nach rund zwölf Monaten, das bislang nicht mehr erreichte Allzeithoch von fast 20.000 US Dollar. Wie es dann weitergegangen ist? Der Bitcoin ist abgestürzt - innerhalb weniger Tage rutschte der Bitcoin unter die 10.000 US Dollar-Grenze. Anfang 2019, also nur ein Jahr nach dem Rekordhoch, befand sich der Bitcoin-Kurs im Bereich der 3.000 US Dollar.

Doch von Februar bis Ende Juni 2019 folgte dann das unerwartete Comeback - auf einmal kletterte der Preis des Bitcoin auf fast 14.000 US Dollar. Aber auch dieser Preis konnte nicht gehalten werden: Von August bis Oktober rutschte der Bitcoin dann wieder auf 7.500 US Dollar ab. Das mag zwar, verglichen mit dem Anfangsjahreswert, ein durchaus hoher Gewinn sein, ist aber, verglichen mit dem Wert, der im Juni erreicht wurde, ein ordentlicher Absturz. Wer hier also zu spät investiert hat, der musste wohl durchaus einen (nicht zu unterschätzenden) Verlust verbuchen.

Bild: https://pixabay.com/de/photos/trading-analyse-forex-chart-643724/