Digitalisierung des alten „Drehscheibe Dresden“-Archivs

Dresden - Die Sicherung historischer Videoaufnahmen in Sachsen schreitet voran. Auch Material von DRESDEN FERNSEHEN ist dabei. Für die Digitalisierung der ersten 200 Bänder des Nachrichtenmagazins "Drehscheibe Dresden" von vor 25 Jahren ist die Firma Digm aus Halle beauftragt worden.

Die Sendungen von DRESDEN FERNSEHEN gehören zu historischen Filmaufnahmen, die als kuratorisch bedeutsam eingestuft und entsprechend kategorisiert werden. In der Sächsischen Landesbibliothek SLUB sollen sie bald der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Mit diesem Blick in die Vergangenheit wird klar: Umweltverschmutzung und Klimaveränderung waren schon vor 25 Jahren in Dresden Programm und erhitzten die Gemüter. Das ist ziemlich interessant - aber im Moment für die Öffentlichkeit schwer nachvollziehbar. Die Filmaufnahmen lagern lediglich im Dresdner Stadtarchiv. Das soll sich ändern. Die vielen Filmaufnahmen von DRESDEN FERNSEHEN werden nun Stück für Stück digitalisiert - und das mit Unterstützung des Freistaats Sachsen - mit der Begründung: Es sind unverzichtbare Zeugnisse mit großem Wert für die historische Erinnerung und wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes in Sachsen.

Die Sendungen von DRESDEN FERNSEHEN gehören zu historischen Filmaufnahmen, die als kuratorisch bedeutsam eingestuft und entsprechend in einem entwickelten Arbeitsprogramm gesichtet, bewertet, digitalisiert, katalogisiert, gespeichert und der Öffentlichkeit rechtssicher zur Verfügung gestellt werden. Dafür hat die Koordinierungsstelle „Sächsisches audio-visuelles Erbe“ an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ihre Arbeit aufgenommen. Das Kunstministerium fördert das komplette Vorhaben "Sicherung des kulturellen Erbes" mit je 350.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr.

Das Nachrichtenmagazin Drehscheibe Dresden befindet sich auf alten Beta Cam-SP-Kassetten, die nur mit ganz bestimmter Technik eingespielt und digitalisiert werden können. Dafür ist die Firma Digm aus Halle beauftragt worden. Begonnen wird zunächst mit 200 Bändern, die die Drehscheibe Dresden der Jahre 1994 - 1997 bewahren. Die Aufnahmen geben Einblicke in den Nachwendealltag der 1990er Jahre aus der Sicht des Lokal-Fernsehen. Für Digim-Mitarbeiter Peter Kowallik eine spannende Aufgabe.

Die digitalisierten historischen Sendungen von DRESDEN FERNSEHEN sollen bald über die SLUB für alle öffentlich zugänglich und recherchierbar sein.
Dabei kann unter Umständen auch Ungewöhliches und Humorvolles auftauchen, wie zum Beispiel OutTake-Aufnahmen.