Blindenfußball-Turnier in Chemnitz

Fußball ist in Deutschland die Sportart Nummer eins. Auch Blinde und Sehbehinderte kämpfen dabei um Tore und Punkte.

So auch die Blindenfußballer des Chemnitzer FC und diese haben sich am Wochenende drei Mannschaften aus der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga zu einem Turnier eingeladen.

Sehbehindert aber dennoch torhungrig – In der Sporthalle des sächsischen Förderzentrums in Chemnitz treffen die Blindenfußballer des Chemnitzer FC dabei auf die Teams des FC St. Pauli, SG Blista Marburg und der SG Würzburg.

Bei dem Turnier am Samstag kämpfen die Mannschaften im Modus „Jeder gegen Jeden“ um den Turniersieg.

Die Regeln im Blindenfußball ähneln dabei den Hallenregeln der Nichtsehbehinderten, dennoch gibt es aufgrund der physischen Einschränkungen feine Unterschiede.

Interview: Michael Falb – Trainer Blindenfußballer Chemnitzer FC

Die Spielzeit beträgt 2×25 Minuten und der Spielball unterscheidet sich zwar nicht äußerlich aber innerlich vom bekannten Spielobjekt.

Denn eingebaute Rasseln signalisieren den Spielern, wo sich das Leder gerade befindet.

Dazu sind die Spieler auf die Anweisungen der drei sehenden Guides, Torwart, Trainer und Angriffscoach, angewiesen. Dennoch ist in Sachen Befehlen weniger mehr.

Interview: Jana Schlegel – Kapitän Blindenfußballler Chemnitzer FC

Auch die Verletzungsgefahr der Spieler aufgrund ihrer Sehbehinderungen sind geringer als man im ersten Moment annehmen würde.

Interview: Jana Schlegel – Kapitän Blindenfußballler Chemnitzer FC

Einzig für die Kameratechnik kann es ab und an zu gefährlichen Situationen kommen, aber auch hier ist alles glimpflich ausgegangen.

Beginn des Turniers um den Pokal von „eins Energie“ ist am Samstag 9:30 Uhr in der Sporthalle des Sächsischen Förderzentrums an der Flemmingstraße in Chemnitz.