Blockade des Naziaufmarschs in der Neustadt Dresden – Ausschreitungen

Eine Blockade am Bischofsplatz in Dresden ist von der Polizei Samstagnachmittag mit Pfefferspray-Einsatz geräumt worden. +++

Pressemitteilung von Bündnis „Nazifrei-Dresden stellt sich quer!“, 13. Februar, 14 Uhr:

Insgesamt 10.000 Menschen in der Neustadt auf Blockaden
 
– 4.000 Menschen am Albertplatz in der Dresdner Neustadt, Polizei muss angemeldete Blockade dulden  
– Bühnenprogramm mit Konstantin Wecker

– 3.500 Menschen auf Blockade Hansa-Straße/Großenhainer-Straße, Zugang der Nazis zur Neustadt soll verhindert werden

– Blockade von 200 Menschen am Bischofsplatz wurde gewaltsam von der Polizei geräumt – Pfeffersprayeinsatz

– Blockade in der Erfurter Straße soll verhindern, dass die Nazis vom Neustädter Bahnhof los laufen können

– weitere 1.000 Menschen sind unterwegs in der Neustadt  

– 2000 Nazis in der Hechtstraße, Blockade dort wird von der Polizei angegriffen. 

„Ein Skandal!“, meint Lena Roth vom Bündnis „Nazifrei-Dresden stellt sich quer!“.
„Die Polizei räumt friedliche Blockaden von couragierten Antifaschistinnen und Antifaschisten, um den Nazis den Weg frei zu machen. Wir werden weiterhin überall dort blockieren, wo es notwendig ist. Wir werden es den Nazis unmöglich zu machen, ihre menschenverachtenden Parolenzu verbreiten!“

Größtes Polizeiaufgebot bisher in Sachsen 
Beim Gedenktag anlässlich der Zerstörung Dresdens durch anglo-amerikanische Bomberverbände vor 65 Jahren ist es am Samstag zu ersten Ausschreitungen gekommen. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte am Freitag einen Aufzug rechter Demonstranten genehmigt. Linke Gegendemonstranten sind offenbar aus ganz Deutschland angereist, um den Zug der Rechten in der Dresdner Neustadt zu blockieren. Die Polizei ist mit dem bisher größten Aufgebot in Sachsen im Einsatz, um direkte Konfrontationen zwischen Rechten und Linken zu unterbinden.     

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