Blutmond – seltenes Spektakel am Himmel

Dresden - Frühaufsteher konnten heute ein ganz besonderes Ereignis am Himmel beobachten. Gespannt verfolgten kälteresistente Dresdner bei minus 8 Grad in der Sternwarte Gönnsdorf die totale Mondfinsternis. Eingepackt in dicke Sachen, mit Kaffee in der Hand und Blick in den Himmel beobachteten Schaulustige wie der Mond 4:30 Uhr langsam in den Kernschatten der Erde trat.

Trotz 357.000 Kilometer Entfernung zur Erde, hatten die Zuschauer der Mondfinsternis heute die Möglichkeit dem Mond ganz nah zu sein. Innerhalb der Kuppel hatten Besucher, neben dem Blick durchs Teleskop, außerdem die Möglichkeit das Phänomen über den Beamer zu beobachten. Doch mit Eintritt der Mondfinsternis kam die Ernüchterung. Leider verdeckte der Nebel die rötliche Färbung des Mondes. Während der totalen Finsternis konnte nur ein dunkler Fleck am Himmel beobachtet werden. Dennoch war das Ereignis für alle lohnenswert, denn die Kombination von Mond und Erde wie sie heute war, tritt erst 2037 wieder auf. 

Gebaut wurde die Sternwarte von 1973 bis 1975 von der TU Dresden. Nach ihrer Nutzung durch die Uni übernahm der der Verein zur Förderung der Jugend 2008 die Sternwarte. Seitdem kommen regelmäßig Schulklassen oder Astronomie-interessierte Dresdner vorbei. Wer die Mondfinsternis heute verpasst hat, kann sich noch dieses Jahr auf eine partielle Mondfinsternis freuen. Für Interessierte ist die Sternwarte Gönnsdorf jeden Montag nach Sonnenuntergang für Besucher geöffnet.

© Steffen Grundmann
© Steffen Grundmann