Bodenfeuchteampel entwickelt- Sachsens Wälder zu trocken

Dresden- Die anhaltende Trockenheit in Sachsen macht sich in den Wäldern bemerkbar. Wie ernst die Situation ist, zeigt eine Bodenfeuchteampel, entwickelt von Dr. Rico Kronenberg an der TU Dresden. 

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Mithilfe dieses online verfügbaren Tools könnten auch Laien schnell nachvollziehen, wie es um die Bodenfeuchte in den sächsischen Wäldern steht. Zielgruppe bei der Entwicklung dieser Ampel waren aber ursprünglich Revierförster sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachsenforstes. Ziel der Ampel ist es, die Bodenfeuchte der sächsischen Wälder genauer erfassen zu können, ohne immer vor Ort sein zu müssen. Eine interaktive Karte zeigt hunderte Punkte, die nach einem Ampelprinzip die Bodenfeuchte am jeweiligen Ort angeben. Jeder Punkt auf der Karte steht für einen Standpunkt in den sächsischen Wäldern.

Diese wurden vom Sachsenforst ausgewählt und parametrisiert. Die Daten der Ampel helfen den Revierförstern und Sachsenforst, wichtige Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise lassen sie Rückschlüsse über die Gesundheit der Pflanzen zu, unterstützen bei Anbauplanung und Risikobewertung. Gleichzeitig könnten sie genutzt werden, um extreme Ereignisse wie Sturzfluten zu prognostizieren, heißt es laut Mitteilung.

Auch wenn die Bodenfeuchteampel nur den Ist-Zustand der Waldböden anzeigen kann, hofft Rico Kronenberg, dass sie zukünftig im Umgang mit dem Klimawandel und seinen Folgen helfen kann. So ist geplant, den aktuellen Prototyp der Bodenfeuchteampel bis Ende 2022 in ein operationelles Tool zu überführen und sie anschließend in ReKIS zu integrieren. Das ist das regionale Klimainformationssystem.