Böllerverbot? Das sagen die Leipziger

Leipzig - Das Feuerwerk an Silvester gehört für viele Menschen dazu wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Doch wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, soll mit den Böllern und Raketen bald Schluss sein.

Sie hat in Städten mit besonders hoher Feinstaubbelastung ein Verbot von Silvester-Feuerwerk beantragt. Dazu zählen von den 14 mitteldeutschen Städten auch Leipzig, Dresden und Chemnitz. Sie müssen sich nun jeweils mit dem Antrag befassen. In der Bevölkerung stößt das Böller-Verbot auf geteilte Meinung.

Weniger Aufgeregt ist man in Dresden. Hier heißt es: "Sollte der Antrag der Deutschen Umwelthilfe bei uns eingehen, werden wir uns selbstverständlich damit befassen."
Sowohl in Chemnitz als auch in Leipzig wird es dagegen kein generelles Verbot geben. Dazu erklärt die Stadt, dass es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Stattdessen setze man auf Freiwilligkeit und appelliert an die Bürger, auf das Böllern zu verzichten.

© Leipzig Fernsehen
© Leipzig Fernsehen

Die Umwelthilfe hatte ihr beantragtes Verbot mit dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwert begründet. Er liegt bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter. In Leipzig lag der Durchschnittswert im vergangenen Jahr bei 28 Mikrogramm, in Dresden bei 23 und in Chemnitz bei 21. Erlaubt sind laut EU bis zu 40 Mikrogramm im Jahresmittel.

In Leipzig wird man also auch zu diesem Jahreswechsel wieder ein Feuerwerk bestaunen oder selbst ein paar Böller in die Luft schießen können.