Entwarnung nach Bombendrohung in Chemnitzer Innenstadt

Chemnitz - Gegen 10.15 Uhr am Montagvormittag ging beim Finanzamt Chemnitz-Mitte eine Bombendrohung per Mail ein.

 

Kurz nach 10 Uhr ging bei der Chemnitzer Polizei eine Drohung gegen das Finanzamt Mitte an der Straße der Nationen ein. Daraufhin wurden rund 600 Personen aus dem Gebäude evakuiert.

Etwas später wurde der Polizei noch eine zweite Drohung gegen die nebenan befindliche Postbank bekannt. Auch hier wurden Gebäude und Geschäfte geräumt. Während des Polizeieinsatzes ruhten auch die Bauarbeiten an den Straßenbahngleisen an der Straße der Nationen.

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Straßensperrung: Straße der Nationen und Zentralhaltestelle

 

Erst vor etwa zwei Wochen hatte es eine Bombendrohung gegen die Sparda-Bank an der Rathausstraße und daraufhin einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Damals wurde kein gefährlicher Gegenstand gefunden.

Am vergangenen Freitag hatte die Polizei bekannt gegeben, dass sie einen 36-jährigen Tatverdächtigen ermittelt hatte, der Bombendrohungen per E-Mail an die Einkaufszentren "Sachsenallee" und "Galerie Roter Turm" im Dezember 2016 verschickte. Ihm sollen die Kosten der Einsätze in je vierstelliger Höhe in Rechnung gestellt werden.

Ob es sich bei den neuerlichen Drohungen um einen Trittbrettfahrer handelt, muss nun ermittelt werden. Ein Schuldiger müsste sich wegen der Störung des öffentliches Friedens durch Androhung einer Straftat verantworten.

Am Nachmittag konnte die Chemnitzer Polizei Entwarnung geben. Sprengstoff wurde nicht gefunden.