Bootsparade, Entenrennen, Flugtag – Leipziger feiern Wasserfest

Leipzig ist mit allen Wassern gewaschen. Durch die ganze Stadt schlängeln sich unzählige Flüsse und Kanäle. Einmal im Jahr säumen deren Ufer hunderte Schaulustige. Zum Wasserfest nämlich. Die zehnte Auflage des Spektakels wurde am Wochenende gefeiert. In Plagwitz. Lindenau und Markleeberg, überall war etwas los. Wir haben uns unter die Besucher gemischt und ein paar Höhepunkte für Sie eingefangen.

Wasser, Wasser und noch mehr Wasser. Drumherum und darauf jede Menge los. Kein Wunder, bei dem Wetter. Es war, als hätte Klärchen noch einmal so richtig Gas gegeben und die letzten Sommersonnenstrahlen aus sich herausgekitzelt. Daran hätte vor ein paar Tagen noch keiner geglaubt. Und dass die traditionelle Bootsparade wegen der starken Strömung dieses Mal nur den Karl-Heine-Kanal entlang schippern könnte, egal. Spaß hatten trotzdem alle. Um die 20 Boote starteten in Plagwitz und kamen dort auch wieder an. Nur er hat’s nicht geschafft, der Gendarmerie ging schon vorher die Puste aus. Am Lindenauer Hafen dagegen war bei der Wasserolympiade ein langer Atem gefragt. Die Teams mussten sich in den ungewöhnlichsten Disziplinen messen. An Land dagegen herrschte entspanntes Karibikflair. Die Füße im Sand, Sonne auf der Haut, so lässt sich’s leben. Schattenplätze waren auch am Sonntag auf der Sachsenbrücke rar gesät. Hier startete nun doch das 8. Leipziger Entenrennen, nach einigem Hin und Her.
 
Interview: Sabine Heymann – Wasser-Stadt-Leipzig e.V.

Schnell noch eine Ente adoptiert und ab damit in die große Baggerschaufel. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer die Wasserung der Enten und das Rennen. Denn es gab wieder klasse Preise zu gewinnen. Am Ziel dichtes Gedränge, doch am Ende kann nur eine Ente gewinnen. Aber dabei sein ist alles und immerhin war das Ganze ja für einen guten Zweck. Gelber Einheitslook war beim Flugtag am Lindenauer Hafen nicht angesagt. Da standen sie, die tollkühnen Kisten und ihre Konstrukteure und Piloten, die sich gleich todesmütig ins Wasser stürzen wollten. Unter ihnen das Team Hudson River, das eine ähnlich elegante Landung wie Pilot Sully geplant hatte.
 
Interview: Eckhart Müller – Team „Hudson River“

Na ja, so ganz nicht. Allerdings glänzten die wenigsten Teams durch ausgesprochene Eleganz. Und so mancher schaffte es gar nicht erst bis ins Wasser. Fast nicht zu toppen, der Pyrodrachen. Die spektakuläre Feuereinlage nützt frelich wenig, wenn der Drache fluguntauglich ist. Doch auch hier galt, dabei sein, Spaß haben und feiern. Und sich vielleicht schon mal die Taktik für’s nächste Wasserfest überlegen.