Brandis: Neonazis zetteln Massenschlägerei beim Auswärtsspiel an

Samstagnachmittag sollte die Partie zwischen dem FSV Brandis und Roter Stern Leipzig der Bezirksklasse angepfiffen werden.

Bei Spielbeginn gegen 14 Uhr verschaffte sich eine Gruppe von 40-50 Neonazis unrechtmäßig Zugang zum Stadion, so die Polizei Westsachsen. Es kam sogleich zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans vom Roter Stern Leipzig und den Neonazis. Sie schlugen gegenseitig mit Eisenstangen und Holzlatten, die sich auf dem Stadiongelände befanden, aufeinander ein. Auch Böller und Pyrofackeln wurden laut Polizei auf dem Rasen abgebrannt.

Der Schiedsrichter brach wegen der Ausschreitungen das Fußballspiel sofort ab. Drei Personen wurden bei den Schlägereien verletzt. Auch der Torwart von Roter Stern Leipzig ist unter den Verletzten, so die Polizei. Er trug eine Handprellung davon. Zwei weitere Stadionbesucher erlitten Unterarmfrakturen und eine Augenverletzung.

Einsatzkräfte der Polizei Westsachsen, der Bundespolizei, des Landes Sachsen-Anhalt und sogar der Polizeidirektion Leipzig waren vor Ort. Sie trennten beide feindlichen Gruppierungen und versuchten somit weitere Konfrontationen zu verhindern. Die Polizeibeamten wurden schließlich sowohl von Stadionbesuchern als auch von den Neonazis angegriffen, so der Polizeibericht.

Schließlich konnten die Polizeibeamten doch die Situation unter Kontrolle bringen und eine sichere Abreise der Gästefans nach Leipzig gewähren.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.