Brandstifter aus Meißen zu drei Jahren Haft verurteilt

Die 14. Große Strafkammer des Landgerichts Dresden hat heute Eric P. und Daniel Z. wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Sachbeschädigung zu Gesamtfreiheitsstrafen von jeweils 3 Jahren und 8 Monaten verurteilt.

Mitteilung des Landgericht Dresden:

Nach den Feststellungen der Kammer haben die Angeklagten am 28. Juni 2015, kurz nach Mitternacht, ein noch unbewohntes, aber bereits vollständig möbliertes Mehrfamilienhaus in der Rauhentalstraße in Meißen in Brand gesetzt, um dessen Bezug durch Asylsuchende zu verhindern.

Die Angeklagten nutzen hierbei ein Benzin-Ölgemisch, welches über die im ersten Obergeschoss befindlichen Betten verteilt und sodann entzündet wurde. Der Raum brannte vollständig aus, auch die übrigen Wohnungen wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt entstand allein am Gebäude, das erst kurz zuvor saniert worden war, ein Schaden in Höhe von rund 165.000 Euro.

Ein Übergreifen des Brandes auf die beiden unmittelbar angrenzenden, bewohnten Mehrfamilienhäuser konnte aufgrund des schnellen Eingreifens der Feuerwehr verhindert werden. Deshalb wurden die Angeklagten nur der vorsätzlichen, nicht aber der schweren Brandstiftung schuldig gesprochen.

Zur Überzeugung der Kammer sind die Angeklagten zudem am 14.08.2015 erneut in das Gebäude eingedrungen, um dieses als Unterkunft für Asylsuchende endgültig unbrauchbar zu machen. Die Kammer hat die ausländerfeindliche Motivation der Täter ausdrücklich strafschärfend berücksichtigt.

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