Brauerei wird zum Wohnort

Chemnitz- Könnte hier der Traum eines jeden Bierliebhabers wahr werden? Schlafen, kochen, leben direkt in einer Brauerei?

Zwar hat die Braustolzbrauerei seinen Standort und somit die Produktion seit 2017 nach Neuensalz bei Plauen verlagert, seitdem wird in Kappel auch kein Bier mehr gebraut, dennoch steht das Gelände da wo es immer stand und ist wirklich sehenswert. Im Sommer konnten sich davon die Chemnitzer noch ein eigenes Bild machen. Denn auf dem alten Brauerei-Gelände fand für drei Tage das Kulturfestival „Begehungen“ statt, welches viel Aufmerksam der Bürger bekam. Mit einzigartigen künstlerischen Installationen sorgten die kreativen Köpfe dafür dass die Brache im neuen Licht glänzte.

Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau Michael Stötzer erklärte uns was genau der Plan für das Braustolzgelände sein wird. Das alte Gebäude soll zum Wohnstandort werden. Für das Gelände der ehemaligen Braustolz-Brauerei in Kappel gibt es nun einen aktuellen Bebauungsplan. Er soll noch im November vom Stadtrat abgesegnet werden. Somit wäre dem Bau der ersten Eigenheime nichts mehr im Wege. Die weiteren Schritte sollen das eigentliche Brauereigebäude betreffen, sowie Sanierungen diesbezüglich. Investor Jörg Mierbach möchte das Areal schrittweise als Wohnstandort entwickeln. Die unter Denkmalschutz stehenden Brauereigebäude sollen erhalten und dabei mit einbezogen werden. Seit Anfang 2018 plant die Mierbach Wohnbau GmbH die Umnutzung zum kombinierten Arbeits- und Wohngebiet. Auf 35.000 m² entstehen Reihenhäuser, Doppelhäuser, Grundstücke, Büros sowie Eigentums- und Mietwohnungen. Dabei werde das grüne Umfeld sorgfältig berücksichtigt und soll dem Umfeld seinen eigenen Charme geben. Da die Gebäude zum Teil unter Denkmalschutz stehen, bleiben nahezu alle historischen Fassaden, bis auf das Malzlager erhalten. Neben dem historischen Charme wird dieses Wohngebiet, obwohl es nahe dem Stadtzentrum liegt, sehr grün sein. Das Areal verfügt bereits über eine gute Verkehrsanbindung, dennoch werden auch infrastrukturelle Optimierungen, wie ein neuer öffentlicher Fuß- und Radweg und der Ausbau der Straße „am Feldschlösschen“, vorgenommen.

Der Umbau mit allen geplanten Maßnahmen soll voraussichtlich in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein.