„Brummis im Blick“ – bundesweiter Verkehrsaktionstag

Dresden - Rund 500 Beamte waren allein in Sachsen im Einsatz, im Fokus der Überprüfungen stand diesmal der Personen- und Güterverkehr – also Busse und LKW's.

Ihren Spitznamen haben sie bereits weg, die sogenannten Polen-Sprinter. Die kleinen Transporter machen zunehmend den großen Speditionen Konkurrenz – da sie billiger sind, flexibler und schneller am Ziel. Und – oft ein Sicherheitsrisiko. Immer häufiger werden sie völlig überladen. Die Strafen dafür seien allerdings viel zu niedrig, meint Innenminister Prof. Roland Wöller.

Gurtpflicht und Handyverbot – das gilt auch für LKW-Fahrer. Nur, wie kommt man ihnen auf die Schliche, zwei Meter über Straße? Ganz einfach: in einem Reisebus. Den hat die Polizei Görlitz angemietet. Während der Bus an der Kolonne vorbei rollt, hat Polizeikomissarin Peters die Brummis bestens im Blick – auf Augenhöhe.

Schnell findet sich der erste Verkehrssünder – der Trucker hat vergessen seinen Gurt anzulegen. Ein vergleichsweise milder Verstoß. Der ungesicherte LKW-Fahrer kommt noch mal glimpflich davon. An der nächsten Raststelle wird er 30 Euro los und darf weiterfahren.

Über 9000 Kontrollen hat die Polizei in diesem Jahr im Bereich Schwerlastverkehr bis Ende Juli durchgeführt, dabei wurden über 5.000 Verstöße registriert. Gut zwei Drittel betrafen Lenk- und Ruhezeiten, der Rest waren meist technische Mängel an den Fahrzeugen.